Finalisten für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis stehen fest, Schaeffler und Alstom schließen Partnerschaft, NSK eröffnet rumänische Niederlassung, Ringspann expandiert, SMC schließt sich der IDTA an und Wittenstein greift nach Moog Brno.
Der DNP prämiert Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit aus 100 Branchen.
(Bild: Frank Fendler)
Hier finden Sie die wichtigsten Nachrichten aus den Antriebstechnik-Unternehmen für den Monat September.
Die Finalisten für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2024 stehen fest
224 unabhängige Fachjurorinnen und -juroren aus Forschung, Verbänden, Beratung und Zivilgesellschaft haben in der zweiten Juryrunde über die Vorbilder des Wandels in der deutschen Wirtschaft entschieden. Aus Sicht der Expertinnen und Experten haben die Finalisten in ihren Sektoren besonders wirksame, erfolgreiche und beispielhafte Beiträge zur Transformation gezeigt. Sie stehen für eine gemeinsame Anstrengung, die alle Unternehmen einer Branche eher verbindet als trennt.
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis prämiert ökologisches und soziales Engagement in 100 Branchen. Die Preise werden am Donnerstag, dem 28. November 2024, im Rahmen des 17. Deutschen Nachhaltigkeitstages im Maritim-Hotel Düsseldorf vergeben. Für die Antriebstechnik sind insbesondere die Kategorien „Motoren und Turbinen“ sowie "Hydraulik, Pumpen und Kompressoren" interessant. Bei den Motoren und Turbinen sind EBM-Papst, MTU, Nordex und Vestas nominiert.
Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der EBM-Papst Group, sagte zum Einzug ins Finale: „Das ist eine tolle Bestätigung für uns alle bei EBM-Papst, dass wir im Sinne der Nachhaltigkeit vieles richtig machen. Und auch ein Antrieb, uns weiter für den Klimaschutz und alle anderen ESG-Themen stark zu machen.“ In der Kategorie "Hydraulik, Pumpen und Kompressoren" gehören zu den Finalisten: Gross, Grundfos und Wilo.
Schaeffler und Alstom schließen Partnerschaft
Von links: Joris Delaigue (Alstom), Christophe Gourlay (Alstom), Rudolf Walter (Schaeffler), Danny di Perna (Alstom), Sascha Zaps (Schaeffler), Stefan Schulz (Schaeffler), Dr. Michael Holzapfel (Schaeffler), Bart Vantorre (Alstom) und Julie Soltysiak (Alstom).
(Bild: Schaeffler (Phil Dera))
Im Rahmen der Messe Innotrans 2024 haben Schaeffler und Alstom (ein Anbieter für Mobilitätslösungen) eine Partnerschaft unterzeichnet: Schaeffler wird ab sofort Partner des Alstom-Alliance-Programms im Bereich Wälzlagertechnik. Der Antriebstechnikspezialist beliefert Alstom seit vielen Jahren sowohl mit Radsatzlagern inklusive Gehäuse, Antriebslagern für Bahngetriebe und Motoren als auch Drehverbindungen für Metrozüge und Straßenbahnen. Im Bereich Wälzlagertechnik ist Schaeffler das einzige Partnerunternehmen in der Alstom-Alliance. Langfristig streben beide Unternehmen an, durch die Partnerschaft ihre Geschäfte weiter auszubauen, neue Technologien zu entwickeln und gemeinsames Wachstum zu fördern. „Die Partnerschaft wird einen langfristigen Erfahrungs- und Wissensaustausch ermöglichen, was vor allem der Entwicklung und Auslegung von Wälzlagern zugutekommt und so wiederum zu einem zuverlässigen und sicheren Schienenverkehr beiträgt,“ sagt Sascha Zaps, Vorstand Bearings & Industrial Solutions bei Schaeffler.
Konstruktionsleiterforum
Produktentwicklung neu denken
Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Doch kennen Sie die Herausforderungen der Produktentwicklung im 21. Jahrhundert?
Das Konstruktionsleiterforum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für Hürden sensibilisieren, sowie Tools und Methoden aufzeigen, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.
Alstrom hatte das Alliance-Programm im Jahr 2015 gestartet, um langfristige Partnerschaften mit strategischen Zulieferern aufzubauen. Im Bereich Remanufacturing, der Aufbereitung von Lagern, erweitert Schaeffler aktuell sein Angebot, um Alstom möglichst regional mit diesem Service zu unterstützen und zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele des Zugherstellers beizutragen. Denn auch im Schienenverkehr ist das Kreislaufsystem einer der wesentlichen Ansätze für nachhaltigeres Wirtschaften. Die Lager-Aufbereitung ermöglicht signifikante Ressourceneinsparungen bis zu 95 Prozent, je nach Grad der Aufbereitung.
Ringspann expandiert im Schwerlastsektor
Mit dem Kempf-Fertigungswerk in Gersfeld gewinnt Ringspann einen Produktionsstandort in Deutschland dazu.
(Bild: Kempf/ Ringspann)
Nachdem Ringspann 2023 den US-amerikanischen Kupplungshersteller AISCO übernommen und darüber hinaus zahlreiche neue Baureihen von Industriebremsen in sein Portfolio integrierte, verkündet das Unternehmen nun die nächste Entscheidung seiner langfristigen Wachstumsstrategie: Zum 1. September 2024 hat das Unternehmen die mittelständische Kempf Universal Cardan Shafts GmbH übernommen.
Damit realisiert das Bad Homburger Unternehmen drei Vorhaben: Erstens, es kommt dem Ziel, seinen Umsatz im Kupplungsbereich bis 2029 zu verdoppeln, einen großen Schritt näher. Zweitens, es erweitert mit der Integration der Produktpalette von Kempf sein Angebot um zahlreiche etablierte Baureihen von Schwerlast-Gelenkwellen. Damit stärkt es insbesondere seine internationale Marktposition als Zulieferer für die Anlagenbauer der Stahl- und Papierindustrie sowie der Gasgewinnung. Und drittens, mit dem Fertigungswerk in Gersfeld erhält die Firmengruppe einen zusätzlichen Produktionsstandort in Deutschland.
„Wir können uns gut vorstellen, hier in Zukunft ein europäisches Kompetenz- und Technologiezentrum zur Entwicklung, Herstellung und Bereitstellung von Gelenk-, Zahn- und Stahlband-Kupplungen für den Einsatz in den Antriebssystemen von Schwerlast-Anwendungen aufzubauen“, sagt Geschäftsführer Fabian Maurer.
Kempf Universal Cardan Shafts verfügt insbesondere in der CNC-Metallbearbeitung und der Verzahnungstechnik über eine hohe Fertigungstiefe. Das neue Mitglied der Gruppe wird als RINGSPANN Kempf GmbH firmieren. Die Führung des Unternehmens bleibt in den bewährten Händen von Geschäftsführer Jochen Helfrich und seinen Prokuristen, dem Chefkonstrukteur Matthias Trabert und dem Einkaufsleiter Alexander Walter. Auch die 34-köpfige Belegschaft wird vollzählig übernommen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
SMC schließt sich IDTA an
Der Automatisierungsspezialist und Pneumatikanbieter SMC ist der Industrial Digital Twin Association (IDTA) beigetreten. Von der Mitgliedschaft erhofft sich das Unternehmen große Vorteile für die digitale Zukunft. Insbesondere soll der Beitritt dafür sorgen, dass SMC immer auf dem neuesten Stand der digitalen Zwillinge bleibt und gleichzeitig die Möglichkeit hat, deren Weiterentwicklung aktiv mitzugestalten.
Ein digitaler Zwilling verbindet physische Industrieprodukte mit der digitalen Welt und bildet deren Eigenschaften und Verhalten virtuell exakt ab. Für die erfolgreiche Umsetzung und internationale Verbreitung dieser Kerntechnologie der Industrie 4.0 ist jedoch ein gemeinsames Verständnis aller Branchenakteure, Verbände und Forschungseinrichtungen erforderlich.
Die IDTA fungiert hierbei als zentrale Anlaufstelle für alle Interessengruppen. Insbesondere stellt sie die erforderlichen Spezifikationen für die Asset Administration Shell (AAS) bereit – die standardmäßige digitale Darstellung eines Vermögenswerts. Diese ist der Grundstein für die Interoperabilität von Industrie-4.0-Komponenten innerhalb von Industrie-4.0-Systemen. Somit ist die AAS von enormer Bedeutung für die Digitalisierung von Wertschöpfungsketten weltweit.
Um den nahtlosen Datenaustausch seiner Komponenten mit Kunden und Partnern zu erleichtern, entwickelt SMC derzeit eine auf der AAS basierende Lösung, welche alle relevanten Produktinformationen während ihres gesamten Lebenszyklus speichert, einschließlich 3D-CAD-Daten. Geplant ist nun, eng mit der IDTA-Gemeinschaft bei der Standardisierung und der Entwicklung relevanter Digital-Twin-Submodelle zusammenzuarbeiten.
NSK eröffnet Niederlassung in Rumänien
Der neue, rumänische NSK-Standort liegt in Ploiesti.
(Bild: NSK)
NSK Europe eröffnet eine Niederlassung in Ploiesti, Rumänien. Das Büro, das der Antriebstechnik-Anbieter im Rahmen der geografischen Expansionsstrategie der „European Industrial Business Unit” gegründet hat, soll Ende September 2024 voll funktionsfähig sein.
Die Planungen für einen eigenen Standort in Rumänien laufen seit zwei Jahren. Eine Präsenz in dem dynamischen Land mit sich schnell entwickelnden Industriemärkten stand hoch oben auf der Prioritätenliste, zumal der Standort auch die Möglichkeit bietet, das Geschäft in angrenzenden Staaten Südosteuropas auszubauen. Ploiesti selbst ist eines der größten Industriezentren in Rumänien und liegt verkehrsgünstig in der Nähe des Flughafens Bukarest.
Das neue Büro wird Kundendienst und eine breitere technische Unterstützung für Kunden in Rumänien bieten. Das gilt für die gesamte Produktpalette, wobei angesichts der Struktur der rumänischen Industrie vor allem für Wälzlager und hier insbesondere schwere Lager für die Grundstoffindustrie (Stahl, Zement, Steinbrüche, Bergbau…) hohe Nachfrage zu erwarten ist.
Als Territory-Manager Rumänien wird Valentin Blanaru das neue Büro leiten, der seit fünfzehn Jahren im Unternehmen tätig ist. „Ich freue mich darauf, diese Verantwortung zu übernehmen. Zu meinen Aufgaben wird es gehören, ein kompetentes und engagiertes lokales Team aufzubauen, das in der Lage ist, sowohl die Bestandskunden in den Bereichen Vertrieb, Technik und Kundendienst zu unterstützen als auch potenzielle Kunden zu beraten.”
Von Ploiesti aus will NSK ein komplettes Spektrum an Dienstleistungen anbieten. Zudem wird das Unternehmen in Rumänien das AIP-Mehrwertprogramm neu auflegen, das die enge Zusammenarbeit mit den zertifizierten Händlern und die gemeinsame Optimierung von Wälzlager-Anwendungen bei den Kunden zum Ziel hat.
Valentin Blanaru wird an Maciej Piatkowski berichten, den OEM-Direktor der europäischen Industriesparte bei NSK. Zu den Zielen der Bürogründung sagt Maciej Piatkowski: „Wir haben Rumänien als einen sich schnell entwickelnden und attraktiven Markt für uns identifiziert.“
Wittenstein greift nach Moog Brno
Das Werk in Brünn (Tschechien) produziert Servomotoren und -aktuatoren.
(Bild: Wittenstein)
Der Spezialist für cybertronische Bewegung Wittenstein will sein Lösungsangebot für rotative und lineare Servomotoren und Servoaktuatoren erweitern: Das Unternehmen Wittenstein Cyber Motor (hundertprozentige Tochtergesellschaft von Wittenstein) plant, zum 1. Oktober 2024 die Firma Moog Brno mit allen dazugehörigen Produkten zu erwerben. Moog Brno hat ihren Sitz im tschechischen Brünn (Brno) und ist bis dato eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Moog. Wittenstein und Moog unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag am Montag, den 02. September 2024. Der angestrebte finale Vollzug steht u. a. unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigaben.
Am Standort Brünn werden rotative und lineare Servomotoren und -aktuatoren hergestellt, die vor allem im Maschinen- und Anlagenbau eingesetzt werden. Wittenstein-Vorstandsvorsitzender Dr. Bertram Hoffmann freut sich über den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen: „Wir sehen großes Potenzial für Synergien. Die Motoren und Aktuatoren aus Brünn wären eine starke Ergänzung für das bisherige Lösungsangebot von Wittenstein“, kommentierte er. Moog ist ein weltweit tätiger Entwickler, Hersteller und Integrator von Präzisionssteuerungskomponenten und -systemen.