Additive Fertigung Filament Fuser revolutioniert 3D-Druck

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Zwei Studenten der Hochschule Heilbronn haben eine Lösung entwickelt, die den aktuellen 3D-Druck optimieren soll: der Filament Fuser soll Abfallprodukte verhindert, für nahtlose Übergänge sorgen und damit den 3D-Druck umweltfreundlicher und effizienter gestalten.

Professor Martin Wäldele mit Pascal Boschet und Leon Sprenger (v.l.n.r.).(Bild:  Hochschule Heilbronn)
Professor Martin Wäldele mit Pascal Boschet und Leon Sprenger (v.l.n.r.).
(Bild: Hochschule Heilbronn)

Die Künzelsauer Studenten Pascal Boschet, Studiengang Elektrotechnik und Leon Sprenger, der Automatisierungstechnik studiert haben mit dem Filament Fuser eine Lösung entwickelt, die den aktuellen 3D-Druck optimiert. Pascal Boschet: „Die Kunststofffäden sind bei 3D-Druckern auf sogenannten Filament-Rollen gewickelt. Vor dem Drucken ist oft unklar, ob das Material für das vollständige Projekt ausreicht – insbesondere, wenn davor bereits damit gedruckt wurde. Im Zweifel werden angebrochene Rollen immer lieber entsorgt.“

3D-Drucker kann unbegrenzt drucken

Wird die Spule alternativ beim Druckprozess gewechselt, entstehen sichtbare Übergänge und Bruchstellen. Der „Filament Fuser“ setzt genau hier an: Er wird in die Filamentzuführung des 3D-Druckers platziert und verbindet mehrere Filament-Rollen vollautomatisiert. „Dadurch kann der 3D-Drucker theoretisch unbegrenzt drucken, da ihm das Kunststoffmaterial nicht ausgeht“, erklärt Leon Sprenger.

Der Filament Fuser hat in etwa die Größe eines klassischen Schuhkartons.(Bild:  Hochschule Heilbronn)
Der Filament Fuser hat in etwa die Größe eines klassischen Schuhkartons.
(Bild: Hochschule Heilbronn)

Das Gerät wurde eigenständig von den beiden entwickelt. Die Verbindungstechnik im Inneren, das Gehäuse, die Software und die Steuerungsplatine sind alles eigene Konzepte und Ideen, die erfolgreich umgesetzt wurden. „Zusätzlich haben wir eine künstliche Intelligenz konzipiert, die eine optimale Erhitzung ermöglicht, um die Fäden perfekt zusammenzuschweißen“, sagt Boschet ergänzend.

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Professor Martin Wäldele hat die beiden von Tag eins unterstützt: „In den Lehrveranstaltungen ‚Innovationslabor‘ und ‚Projektlabor‘ setzen Studierende ihr erworbenes Wissen an einem selbstgewählten Projekt um. Als mir die beiden von ihrer Idee erzählten, motivierte ich sie, da unbedingt dranzubleiben.“ Gemeinsam mit Professorin Sabine Boos, die an der Hochschule Heilbronn das Institut für Recht der innovativen Technologien leitet, unterstützt er aktuell auch beim Thema Patenrecht. Denn bald schon könnte es ernst werden: „Um das Gerät in Serie zu bringen, wurde uns geraten, ein Start-up zu gründen. Falls sich das Interesse am Gerät bestätigt, würden wir diesen weiteren Schritt stark in Erwägung ziehen“, sagt Pascal Boschet. Der „Filament Fuser“ soll dabei aber nicht nur in der Industrie zum Einsatz kommen. „Alle Hobby-User sind eingeladen, ihre 3D-Projekte damit zu optimieren“, sagt er weiter.

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