Produktfälschungen Ferien ohne Fakes

Von DPMA 3 min Lesedauer

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Das DPMA warnt vor dem Kauf von gefälschten Produkten im Urlaub. Denn der Kauf von Plagiaten im Straßenhandel kann Verbraucher teuer zu stehen kommen. Zudem verursacht Marken- und Produktpiraterie immensen Schaden.

Eine Sonnenbrille für die Tage am Strand, ein Trikot vom Lieblingsfußballer oder die lang ersehnte Markenuhr – und alles so günstig: Die vermeintlichen Urlaubsschnäppchen sind häufig Produktfälschungen. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Eine Sonnenbrille für die Tage am Strand, ein Trikot vom Lieblingsfußballer oder die lang ersehnte Markenuhr – und alles so günstig: Die vermeintlichen Urlaubsschnäppchen sind häufig Produktfälschungen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Eine Sonnenbrille für die Tage am Strand, ein Trikot vom Lieblingsfußballer oder die lang ersehnte Markenuhr – und alles so günstig: Die vermeintlichen Urlaubsschnäppchen sind häufig Produktfälschungen. Die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA), Eva Schewior, appelliert an Verbraucher, sich in den Ferien nicht zu Käufen hinreißen zu lassen, die Produkt- und Markenpiraterie in die Hände spielen – und damit sogar organisierte Kriminalität unterstützen.

Wenn Sie am Strand oder auf dem Straßenmarkt Fakes kaufen, missachten Sie geistiges Eigentum. Der Handel mit Fälschungen schadet Originalherstellern, kostet Arbeitsplätze und gefährdet manchmal sogar die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Eva Schewior

„Machen Sie Ferien ohne Fakes! Handeln Sie beim Einkauf im Urlaub verantwortungsbewusst – und seien Sie kritisch, wenn Ihnen vermeintliche Markenprodukte zu kleinem Preis angeboten werden“, sagt DPMA-Präsidentin Eva Schewior. „Wenn Sie am Strand oder auf dem Straßenmarkt Fakes kaufen, missachten Sie geistiges Eigentum. Der Handel mit Fälschungen schadet Originalherstellern, kostet Arbeitsplätze und gefährdet manchmal sogar die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Und in vielen Fällen werden Fakes von kriminellen Netzwerken vertrieben. Wer sie kauft, unterstützt damit organisierte Kriminalität.“

Produkt- und Markenpiraterie kostet Arbeitsplätze

Ein aktueller Bericht des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) und der europäischen Polizeibehörde Europol beschreibt, dass die Anbieter von Fälschungen oftmals Teil eines Netzwerks organisierter Kriminalität sind. Produkt- und Markenpiraterie schädigen die Volkswirtschaften durch Umsatz- und Steuerausfall und kosten Arbeitsplätze. Zudem können minderwertige Produktfälschungen Sicherheit und Gesundheit von Menschen gefährden.

Mallorca geht gegen Top-Manta-Straßenhandel vor

Die Sonnenbrille einer Luxusmarke für ein paar Euro direkt am Strand erwerben: Das kann Verbraucher inzwischen selbst teuer zu stehen kommen. So werden auf Mallorca im Kampf gegen illegalen Straßenhandel, in dem viele gefälschte Produkte im Umlauf sind, jetzt auch Käufer bestraft: Laut Medienberichten wurden in einem Fall 750 Euro Strafe für das Erwerben einer Sonnenbrille beim Straßenhändler verhängt. Mit einer neuen Bürgerverordnung, die seit Ende Mai gilt, geht die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca verschärft gegen den sogenannten Top-Manta-Straßenhandel vor. Nicht nur in Spanien kann der Kauf von Produktfälschungen mit empfindlichen Strafen geahndet werden – sondern auch in Italien. Dort sind ebenfalls hohe Bußgelder möglich.

Deutscher Zoll beschlagnahmte Waren im Wert von 417 Millionen Euro

Wer mit einer gekauften Produktfälschung zurück nach Deutschland reist, muss damit rechnen, dass der Zoll die Waren einbehält und vernichtet. Beim deutschen Zoll hat der Schutz von geistigem Eigentum ganzjährig Saison. Die Mitarbeiter zogen im Kampf gegen Marken- und Produktpiraterie im Jahr 2024 an den Grenzen in 16.857 Fällen Waren aus dem Verkehr; beschlagnahmt wurden überwiegend Postsendungen. Der Wert der beschlagnahmten Waren lag bei 417 Millionen Euro – und damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr (202 Millionen Euro).

Der Zoll weist in seiner Jahresstatistik 2024 darauf hin, dass sich daraus kein Trend ablesen lasse, weil Stückzahlen und Wert von beschlagnahmten Waren über die Jahre stark schwankten. Woher stammten die 2024 beschlagnahmten Waren? Knapp 66 Prozent der gefälschten Produkte kamen aus China, knapp 12 Prozent aus der Türkei, knapp 7 Prozent aus Hongkong und gut 3 Prozent aus Polen.

Teil des EU-Plans zur Bekämpfung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität

Europaweit sollen Straftaten rund um geistiges Eigentum künftig noch stärker in den Fokus von Polizei, Zoll und Justiz rücken – als Teil des neuen EU-Plans zur Bekämpfung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Das Deutsche Patent- und Markenamt engagiert sich national und international vernetzt für die gewerblichen Schutzrechte (Patent, Marke, Design, Gebrauchsmuster) und gegen Produkt- und Markenpiraterie.

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