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Zusatznutzen durch Know-how-Transfer
Zur Zeit wird noch der Feinschliff für einen aussagekräftigen Report vollzogen, in dem nur die Fakten festgehalten sind, die wirklich gebraucht werden. „Auch hier nutzen wir wieder die bewährte Vorgehensweise“, betont Joachim Noack, „wie wir sie beim gesamten Automatisierungsprojekt oder auch in anderen Anwendungsfeldern praktizieren: Cadfem generiert gemäß unseren Vorgaben einen Beispielreport. Wenn dieser unseren Vorstellungen entspricht, erklären die Cadfem-Mitarbeiter uns, wie sich ein solcher Report anfertigen und modifizieren lässt, so dass wir weitere ähnliche Reportvorlagen oder Anpassungen in eigener Regie erstellen können. Diese Art des Know-how-Transfers hat sich bei der langjährigen Zusammenarbeit bewährt.“
Routinetätigkeiten automatisieren
Auch bei den Berechnungsspezialisten bestehen vielfältige Möglichkeiten, um Routinetätigkeiten zu automatisieren, damit sie sich mehr auf die kreativen Bereiche konzentrieren können und schneller zu den gewünschten Simulationsergebnissen kommen. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu erwähnen, dass sich die Arbeitsplatzbeschreibung des Berechnungsingenieurs in den letzten zehn Jahren extrem verändert hat. Einerseits wurde er immer öfter zum CAE-Projektmanager, der Offshore-Projekte betreut und die Kollegen aus der Konstruktion unterstützt.
Andererseits ist er auch für die Einführung neuer Technologien sowie die Entwicklung von neuen Methoden zuständig und muss diesbezüglich stabile Prozesse definieren und umsetzen. Als Beispiel nennt Joachim Noack das Bremsenquietschen. Dieses zu minimieren, hat sich nicht nur TRW, sondern die gesamte Bremsenindustrie als wichtiges Ziel gesetzt. Dazu wurde eine entsprechend große TRW-Abteilung mit spezialisierten Prüfständen aufgebaut. Zusätzlich hat TRW gemeinsam mit Cadfem eine spezielle Simulationslösung entwickelt, mit der die Produktoptimierung unterstützen wird.
Standardisierung erhöht Qualität
Zusammenfassend betrachtet, wird mit dem „FE-Taschenrechner“ eine umfassende standardisierte Berechnung von Bauteilen beziehungsweise Baugruppen realisiert, um die Qualität der Produkte weiter zu verbessern. Außerdem wird dadurch der gesamte Entwicklungsprozess beschleunigt, da die Konstrukteure nicht mehr auf die Simulationsergebnisse der Berechner warten müssen.
Zusätzlich erhöhen die Konstrukteure ihren Wissensstand – können zum Beispiel den Einfluss von Kerben oder Verrundungen detaillierter einschätzen – und verstehen ihre Produkte besser. „Folglich wird mit der Automatisierung der Berechnung das Offshoring sinnvoll ergänzt, wobei dieses Zusammenspiel konsequent ineinandergreifen muss und ständig überprüft und immer wieder neu austariert werden sollte“, formuliert Joachim Noack abschließend. (mz)
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