E-Bike Das sind die Fahrradtrends 2024

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Von automatischen Schaltvorgängen, über Blinker und Bremslichter – der gern belächelte Drahtesel transformiert sich zum vollwertigen Fahrzeug. Diese und weitere Fahrradtrends warten in der Saison 2024 auf.

Das E‑Bike erhält immer mehr Features aus der Autobranche und transformiert sich vom gerne belächelten „Drahtesel“ zum vollwertigen Fahrzeug.(Bild:  www.abus.de | pd-f)
Das E‑Bike erhält immer mehr Features aus der Autobranche und transformiert sich vom gerne belächelten „Drahtesel“ zum vollwertigen Fahrzeug.
(Bild: www.abus.de | pd-f)

Das Fahrrad, oder besser gesagt das E-Bike, erhält immer mehr Features aus der Autobranche: So sorgen automatisierte Schaltvorgänge wie beispielsweise bei der „Motor-Gearbox-Unit“ (kurz: MGU) von Pinion nicht nur für mehr Komfort, sondern erhöhen auch die Sicherheit. Der Fahrradfahrer muss damit nicht mehr auf das Schalten achten und kann sich so ganz auf den Verkehr konzentrieren. Zusätzlich verbessern Blinker (z. B. „Turntec“ von Busch & Müller), die bald zugelassen werden sollen, sowie Bremslichter (z. B. „Line K Brake“ von Busch & Müller) die Sichtbarkeit und somit auch die Sicherheit von Radfahrenden. GPS-Ortungs-Chips tracken die Fahrt und helfen im Falle eines Diebstahls das Rad wiederzufinden (z. B. „It’s my bike“ von IoT Venture). Abus bietet sogar mit dem „Granit Super Extreme 2500“ ein Bügelschloss an, das selbst mit einer Akku-Flex kaum zu knacken sei. Und auch smarte Lösungen wie digitale Wegfahrsperren oder digitale Reifendrucksensoren, wie sie z. B. Fit und SKS Germany anbieten, sind mittlerweile weithin gefragt.

Bessere Rahmenbedingungen für S-Pedelecs

S-Pedelecs, also schnelle E-Bikes, die bis 45 km/h Unterstützung bieten können, setzen sich bislang aufgrund ihres verkehrspolitischen Status noch mit mäßigem Erfolg durch. 2024 möchte eine Gruppe von Industrievertretern (u. a. mit HP Velotechnik und Riese & Müller) dem Thema in Politik und Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit verleihen, um bessere Rahmenbedingungen bezüglich Infrastruktur und rechtlichen Regelungen zu schaffen. So sollen baldmöglichst schnelle Räder wie die „Speedmachine“ von HP Velotechnik oder das „Roadster touring HS“ von Riese & Müller die Straßen erobern.

Leichtgewicht: E-Bikes wiegen unter 20 Kilogramm

Lange Jahre galt bei E-Bikes: je mehr, desto besser. Doch im urbanen Raum braucht man kein 30 Kilogramm schweres E-Bike mit Doppel-Akku, sondern leichte Elektroräder, die sich auch mal über Treppenstufen oder in den Keller tragen lassen. Modelle wie die „Upstreet SL“-Serie von Flyer  oder die „E-Strada“-Reihe von Stevens wiegen durch kleinere Akkus unter 20 Kilogramm. Auch bei E-Mountainbikes steht das verbessere Fahrverhalten bergab im Gelände im Mittelpunkt. Räder wie die „Lyke“-Serie von Haibike oder die „Rise“-Modelle von Orbea zeigen, dass nicht ein starker Motor entscheidend sein muss, sondern ein leichtes Bike auf den Trails bergab mehr Spaß machen kann.

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Cargobikes für Gewerbetreibende

Von den Vorteilen Lastenräder sollen in Zukunft auch Handwerksbetriebe, Lieferdienste und Kleinunternehmer profitieren können. Argumente sind beispielsweise geringere Anschaffungs- und Betriebskosten sowie weniger Probleme bei der Parkplatzsuche. Die Fahrradbranche nimmt auch verstärkt diese Gruppe ins Visier: Manche Transporträder wie das „Transporter 2“ von Riese & Müller oder das „FS200 Vario“ von Ca Go sind spzeziell für die Bedürfnisse von Gewerbetreibenden konzipiert. Als kostengünstige Option sind Lastenanhänger wie der „Cargo Tuure“ von Croozer auf dem Markt.

Aus alten Kaffeepads werden Sitzpolster für Radhosen

Nachhaltigkeit spielt auch in der Fahrradbranche eine wachsende Rolle. Bereits 2023 stellte Reifenspezialist Schwalbe mit dem „Green Marathon“ einen ersten Fahrradreifen mit Material recycelter Altreifen vor. Der Reifen ist mittlerweile in Serienfertigung. Bei Fahrradbekleidung sind Materialen für eine Kreislaufwirtschaft schon länger gefragt. Vaude macht z. B. aus alten Kaffeepads Sitzpolster für Radhosen. Aktuell arbeitet der Bekleidungsspezialist an Möglichkeiten, Outdoor-Bekleidung aus holzbasiertem Polyester zu entwickeln.

Ergonomiespezialist Ergon hat Fahrradgriffe aus recyceltem Gummi entwickelt. Beim Rennrad-Laufradsatz „ARD44“ vom Komponentenhersteller Chris King sind die Felgen aus einem neuen Carbonmaterial hergestellt, das ebenfalls recyclingfähig sein soll. Accessoires-Spezialist NG zeigt mit dem „Haritakee Recycle“ ein spezielles Lenkerband, das aus recycelten PET-Flaschen gefertigt wurde. Lichtspezialist Busch & Müller baut seine „Friendly“-Reihe mit kompostierbaren Scheinwerfergehäusen weiter aus, um nur einige Beispiele zu nennen. 

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