Mobilkrane Kommission untersucht Dumpingvorwürfe

Von VDMA 2 min Lesedauer

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Die Europäische Kommission hat eine Antidumpinguntersuchung zu Importen von Mobilkranen aus China eingeleitet. Grund ist eine Beschwerde europäischer Hersteller.

Die EU-Kommission prüft Dumpingvorwürfe zu Mobilkran-Importen aus China. (Bild:  © jorisvo - stock.adobe.com)
Die EU-Kommission prüft Dumpingvorwürfe zu Mobilkran-Importen aus China.
(Bild: © jorisvo - stock.adobe.com)

Die Europäische Kommission hat am 19. Dezember 2025 nach einer formellen Beschwerde europäischer Hersteller von Mobilkranen eine Antidumpinguntersuchung zu Importen von Mobilkranen aus China eingeleitet.

Nach Information des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ist ein Anstieg künstlich verbilligter, chinesischer Mobilkrane zu beobachten. Diese würden in die EU unter Bedingungen importiert, die zu einem offensichtlich unlauteren Wettbewerb für europäische Hersteller führen, so der Verband. Dieser Vorwurf soll im Rahmen der Untersuchung geklärt werden.

Der Fall konzentriert sich auf Mobilkrane, die für das Heben und Bewegen von Lasten an Land ausgelegt sind, eine Tragfähigkeit von mindestens 30 Tonnen haben und auf selbstfahrenden Fahrzeugen montiert sind.

An der Beschwerde waren Mitglieder des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik beteiligt – darunter Liebherr, Manitowoc, Sennebogen und Tadano –, die einen Großteil des genannten Industriezweigs in der EU repräsentieren. Diese legten der Kommission laut VDMA Beweise für Schäden vor, die durch Verdrängungspreise und unlautere Vorteile chinesischer Exporteure verursacht wurden. Zu diesen unlauteren Vorteilen zählen demnach staatliche Subventionen, manipulierte Rohstoffkosten, Steuervergünstigungen und Vorzugsfinanzierungen.

Die Unternehmen sehen in dem Anstieg chinesischer Kranimporte in die EU eine Gefährdung für mehr als 7.000 Arbeitsplätze direkt in der Branche und für Zehntausende weitere Arbeitsplätzen entlang der Lieferkette.

In der EU hergestellte Mobilkrane seien für den Bau und die Instandhaltung kritischer Infrastrukturen, Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Verteidigungsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung und würden die strategische Unabhängigkeit Europas untermauern, betont der Verband. Die europäische Mobilkranindustrie investiere in Sicherheit, Leistungsfähigkeit und die Einhaltung von EU-Umwelt- und Datenschutzstandards.

In einer gemeinsamen Erklärung sagten die Beschwerdeführer: „Die europäische Mobilkranbranche begrüßt die Einleitung einer EU-Antidumpinguntersuchung. Sie stellt einen entscheidenden Schritt zur Wiederherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen und zur Sicherung der industriellen Zukunft Europas dar. Wir werden im Rahmen dieser Untersuchung mit der Europäischen Kommission zusammenarbeiten, und hoffen, dass dieser rasche und entschlossene Maßnahmen folgen werden.“

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