Raumfahrt Erste Ariane 6 mit vier Boostern erfolgreich gestartet

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Am 12. Februar 2026 startete um 16:45 Uhr GMT (17:45 Uhr MEZ) vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana die erste Ariane 6 in der Heavy-Lift-Konfiguration. Bei dieser Mission beförderte das Trägersystem 32 Amazon-Leo-Satelliten in den Orbit.

Die Ariane 6 lässt sich modular an jede Mission anpassen – entweder mit zwei oder mit vier Boostern sowie einer variablen Länge der Nutzlastverkleidung.(Bild:  ESA–M. Pedoussaut)
Die Ariane 6 lässt sich modular an jede Mission anpassen – entweder mit zwei oder mit vier Boostern sowie einer variablen Länge der Nutzlastverkleidung.
(Bild: ESA–M. Pedoussaut)

Technisch markiert dieser sechste Flug einen Meilenstein in der modularen Architektur der neuen dreistufigen europäischen Rakete. Sie lässt sich modular an jede Mission anpassen – entweder mit zwei oder mit vier Boostern sowie einer variablen Länge der Nutzlastverkleidung (die sich vertikal teilende Bugnase). Erstmals kam hier die Version mit vier Boostern und der langen Fairing-Variante zum Einsatz. 

Neue Leistungsklasse der Trägersysteme

In dieser als Ariane 64 – die Zahl 6 steht für den Typ, die Zahl 4 für die Booster – bezeichneten Ausführung verdoppelt sich die Systemleistung gegenüber der Standardvariante mit zwei Boostern, die seit dem Jungfernflug 2024 fünfmal erfolgreich operierten. Das Herzstück der Schubkraft bilden die P120C-Booster, die auch bei der kleineren Vega-C zum Einsatz kommen. Diese Booster stellen aktuell eine der weltweit leistungsstärksten in Serie gefertigten Monolith-Motoren (einteilige Gehäuse) dar. Durch die Integration von zwei zusätzlichen Boostern und den damit generierten massiven Zusatzschub stieg die Nutzlastkapazität für den niedrigen Erdortbit (LEO) in 465 Kilometern Höhe von 10,3 Tonnen auf rund 21,6 Tonnen. Damit rückt die Ariane 6 konstruktiv in eine völlig neue Leistungsklasse der Trägersysteme vor.

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