Montagearbeitsplätze
Ergonomisch und fehlerfrei arbeiten

Ein Gastbeitrag von Rose+Krieger 5 min Lesedauer

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Zulieferer in der Automobilindustrie müssen hundertprozentige Qualität gewährleisten – auch bei kleinsten Fahrwerkskomponenten. Werkstatt Bremen, deren Mitarbeiter Drehstäbe vormontieren und „Just-in-Sequence“ an das Montageband eines Autobauers liefern, setzt daher auf spezielle Handarbeitsplätze, die gemäß dem japanischen Poka-Yoke-System aufgebaut sind.

Die Montagearbeitsplätze funktionieren nach dem Poka Yoke-System – lose übersetzt bedeutet der Begriff „Vermeidung kleiner ärgerlicher Fehler“.(Bild:  RK Antriebs- und Handhabungs-Technik GmbH)
Die Montagearbeitsplätze funktionieren nach dem Poka Yoke-System – lose übersetzt bedeutet der Begriff „Vermeidung kleiner ärgerlicher Fehler“.
(Bild: RK Antriebs- und Handhabungs-Technik GmbH)

Werkstatt Bremen ist ein eingetragener Eigenbetrieb der Stadtgemeinde Bremen und betreibt mit dem Martinshof eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Rund 1.800 Menschen, die auf Grund einer Behinderung keine Chance auf einen regulären Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz hätten, arbeiten und lernen bei Werkstatt Bremen an über 33 Standorten. Rund 400 Fachkräfte unterstützen die Arbeitsprozesse durch fachliche Begleitung und berufliche Qualifizierung in über 20 Berufsfeldern und Gewerken. Im Bereich Automotive beschäftigt Werkstatt Bremen derzeit ca. 430 Mitarbeiter mit Behinderungen und beliefert seit mehr als 30 Jahren unter anderem einen ortsansässigen Automobilhersteller.

Montage von 18 Varianten in hoher Stückzahl

Bei dieser Aufgabe helfen anforderungsspezifische und nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltete Montagearbeitsplätze von RK Rose+Krieger. Drei Anlagen dieser Art hat Werkstatt Bremen seit August 2022 im Einsatz. „An den Arbeitsplätzen montieren unsere Mitarbeiter Drehstäbe in 18 Varianten und in hoher Stückzahl“, erklärt Miriam Berger, Teamleitung Produktions- und Auftragssteuerung bei Werkstatt Bremen. „Dabei werden jeweils rechts und links am Drehstab kleinere Stabilisatoren verschraubt, die sich optisch sehr ähneln, aber keinesfalls vertauscht werden dürfen. Zudem gilt es, stets das vorgegebene Drehmoment zu erreichen.“