CAD-Arbeitsplatz Ergonomie am CAD-Arbeitsplatz

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Die ersten Schritte zu einem gesunden CAD-Arbeitsplatz sind denkbar einfach. Letztlich spart die richtige Ergonomie den Unternehmen mehr ein, als sie kostet. Und der Konstrukteur sitzt besser, gesünder und schöner.

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Obwohl die Lohnkosten einen der größten Kostenfaktoren in Unternehmen darstellen, ist das Engagement in die Mitarbeiter hinsichtlich Wohlbefinden und Motivation immer noch recht verhalten. Einen wichtigen Aspekt stellen hier ergonomische Unternehmensprogramme dar. Dazu zählen die ergonomische Büroeinrichtung und ein entsprechendes Schulungsprogramm zur Prävention von Gesundheitsschäden. Letztlich spart Ergonomie den Unternehmen mehr ein, als sie kostet. Dabei sind die Schritte zu einem gesunden CAD-Arbeitsplatz denkbar einfach.

Eine wichtige Rolle spielt die richtige Körperhaltung

Laut wissenschaftlicher Studien zum Thema Bildschirmarbeit sind 30 % aller krankheitsbedingten Fehlzeiten in deutschen Unternehmen die Folge von ungesundem Dauersitzen vor dem Bildschirm. Der Grund: Beim Sitzen werden die Wirbelsäule und die Bandscheiben deutlich mehr bis doppelt so hoch belastet wie beim Stehen. Auch Konstrukteure arbeiten heute überwiegend mit dem Computer. Intensives Arbeiten über Stunden kann dabei zu Nacken- und Rückenschmerzen, brennenden Augen oder auch Handgelenksbeschwerden führen.

Eine wichtige Rolle spielt die richtige Körperhaltung. Büromöbelhersteller bieten heute vermehrt höhenverstellbare Arbeitstische an für einen steten Wechsel zwischen Sitzen und Stehen. Pro Stunde sollten zwei bis drei Haltungswechsel vorgenommen werden. Dank dieser dynamischen Arbeitsweise belegen erste Untersuchungen neben einer Steigerung des körperlichen Wohlbefindens, Kreislauf, Muskulatur und Wirbelsäule werden entlastet, auch eine Zunahme der geistigen Leistungsfähigkeit und Kreativität. Hersteller wie Leuwico stellen ergo-dynamische und funktionale CAD- und Grafikcomputerarbeitsplätze her, die speziell auf die Bedürfnisse von Konstrukteuren hin ausgerichtet sind. (Weiterlesen für mehr Infos)

Besser schöner Sitzen

Werden die Arbeitstische auf die passende Sitzhöhe eingestellt, sollte die Sitzposition so gewählt werden, dass sowohl die Oberschenkel als auch die Unterarme beim Arbeiten waagrecht sind. Der Bürostuhl muss sich dabei individuell an die Körpermaße anpassen lassen. Moderne Sitzgelegenheiten bieten variable Einstellungen wie etwa die höhenverstellbare, bewegliche Rückenlehne mit Vorwölbungen im Lendenbereich oder die ebenfalls höhenverstellbaren Armlehnen.

Design und Nachhaltigkeit liefert beispielsweise der Bürostuhl HÅG Futu, der den „Award for Design Excellence“ verliehen bekam und zu 97 Prozent wiederverwertbar ist. Der Stuhl wurde sogar als Arbeitsstuhl für die Teilnehmer des Weltklimagipfels in Kopenhagen im vergangenen Dezember ausgewählt.

Ist die optimale Sitzposition gefunden, geht es an die richtige Platzierung von Tastatur und Bildschirm. Beides sollte gerade und parallel zur Tischkante stehen, wobei der Abstand zwischen Betrachter und Bildschirm je nach Monitorgröße mindestens 50 cm betragen sollte. Der Bildschirm sollte leicht nach hinten geneigt sein und der obere Bildschirmrand ungefähr auf Augenhöhe oder etwas tiefer liegen. Der Bildschirm selbst muss so gewählt sein, dass er den Sehapparat des Mitarbeiters minimal belastet.

Einerseits sollte für die Darstellung von CAD-Applikationen die Bildschirmfläche möglichst groß und übersichtlich sein und bei mindestens 17 Zoll liegen. Andererseits muss der Bildschirm als die visuelle Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine die Arbeit so angenehm wie möglich gestalten. Dazu gehören eine maximale Auflösung und die richtige Wahl der Displaytechnologie, wie etwa hochwertige Projektoren, LCD-Monitore und Plasma Displays.

Wichtig: Die richtige Wahl des Bildschirms

Die LCD-Technologie mit IPS (In Plane Switching) Panel liefert eine hohe Bildqualität, Farbgenauigkeit und einen guten Einblickwinkel. Bildschirme des Herstellers NEC ermöglichen beispielsweise einen Winkel von bis zu 178 Grad. Dadurch lassen sich die Bilddaten allen Betrachtern aus allen Blickwinkeln präzise kommunizieren.

Diese Kriterien richten sich vor allem an Anwender wie Konstrukteure und Ingenieure, die detail- und farbkritische Applikationen verwenden. Neben der richtigen Wahl des Bildschirms, die im Konstruktionsbüro auch als Ein- oder Zweischirm Arbeitsplatz eingesetzt werden, ist es zudem sinnvoll den Kontrast des Bildschirms zu optimieren. Auch die richtige Raumbeleuchtung schont die Augen und verhindert Spiegelungen auf dem Bildschirm. (Weiterlesen für mehr Infos)

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