Umrichter Einspeiseumrichter nutzt böigen Wind optimal aus
Sieb & Meyer hat die kleinere Leistungsklasse des Einspeiseumrichters aeocon weiterentwickelt. Das bisherige Modell 3600 ist nun als leistungsstärkere Ausführung 4000 verfügbar.
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Der aeocon 4000 bietet eine Netzeinspeiseleistung von 4 kW. Ebenso wie der bereits Ende letzten Jahres vorgestellte aeocon 5000 (5 kW) zeichnet sich das Gerät durch eine gesteigerte Bremsleistung und damit durch eine noch höhere Betriebssicherheit aus. „Die Anlage lässt sich besser steuern und man kann bei stärkerem Wind kurzzeitig mehr von der Anlage abnehmen“, so Dipl.-Ing. Ralph Sawallisch, Key-Account Manager Einspeisetechnik bei Sieb & Meyer. Auch die Software wurde modifiziert, sodass die Geräte noch einfacher zu bedienen sind. Ab Mitte 2011 werden beide Reihen mit einem optimierten Gehäuse in Schutzklasse IP 54 ausgeliefert. Damit können die Einspeiseumrichter im überdachten Außenbereich eingesetzt werden. Zudem ist der Anschlussbereich leichter zugänglich, was die Arbeit des Technikers vereinfacht.
Kleinwindanlagen auch bei schwankender Leistung führen
Der Einspeiseumrichter verfügt über einen dreiphasigen Wechselspannungs-Eingang (AC-Eingang) und bietet einen Eingangsspannungsbereich von 40 bis 340 V (AC); die Leistungskennlinie ist wahlweise parametrierbar als Leistung über Drehzahl (P(f)) oder Leistung über Spannung (P(U)). Mit der integrierten Bremsschaltung mit angeschlossenem externen Ballastwiderstand wird der Rotor gemäß der programmierten Kennlinie geführt. Die Geräte zeichnen sich durch eine schnelle Regelung aus, um die Anlage auch bei stark schwankender Leistung sauber auf der Kennlinie zu führen, zum Beispiel bei böigem Wind. Die integrierte galvanische Trennung dient zum einen dem Personenschutz; zum anderen ermöglicht sie ein Parallelschalten von bis zu drei Geräten. Sie sind zum Anschluss an das öffentliche Versorgungsnetz in verschiedenen europäischen Ländern und an „Minigrids“ (Inselsysteme) zugelassen.
Wandelt generatorisch erzeugte Spannung in Netzspannung um
Grundsätzlich kann der aeocon immer dann eingesetzt werden, wenn generatorisch erzeugte Spannung in Netzspannung umgesetzt werden muss. Dies ist besonders sinnvoll, wenn unterschiedliche Leistungen vom Generator geliefert werden (drehzahlvariable Anlagen). Neben dem Einsatz für Kleinwindenergieanlagen eignet sich das Gerät auch für weitere Anwendungsbereiche. Dazu gehören beispielsweise kleine Wasserkraftanlagen, Wärmepumpen, Mini-Kraft-Wärmekopplungsanlagen wie Blockheizkraftwerke (BHKW) oder ORC-Anlagen (Organic Rankine Cycle). Diesem technischen Verfahren, um aus Wärme (meist Abwärme) Elektrizität zu erzeugen, liegt das Prinzip der Dampfmaschine zu Grunde. Dabei kann es auch Wärme auf geringem Temperaturniveau sein. (jus)
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