Zero Prototype Lab Fahrzeuge schon vor dem Bau virtuell fahren und testen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Edag hat mit seinem Zero Prototype Lab sein erstes Fahrdynamik-Simulationszentrum eröffnet. Dort werden Fahrzeuge, ihre Funktionen und ihre Fahrdynamik bereits in realistischen Fahrsituationen umfassend getestet, bevor das physische Fahrzeug entsteht. Möglich macht dies eine innovative Simulationstechnik.

Ermöglicht Tests von Fahrzeugen, ihrer Funktionen und Fahrdynamik, bevor das physische Fahrzeug entsteht: Das neue Fahrdynamiksimulationszentrum der Edag Group.(Bild:  VI-Grade)
Ermöglicht Tests von Fahrzeugen, ihrer Funktionen und Fahrdynamik, bevor das physische Fahrzeug entsteht: Das neue Fahrdynamiksimulationszentrum der Edag Group.
(Bild: VI-Grade)

Ein neues Fahrzeug zunächst virtuell zu fahren und seine Funktionen bereits zu testen, bevor es physisch aufgebaut wird, ermöglicht neben der Reduktion von kostenintensiven Prototypen auch kürzere Entwicklungszyklen. Möglich werden die Vorteile dieser Art der Fahrzeugentwicklung zukünftig im neuen Fahrdynamiksimulationszentrum der Edag Engineering GmbH in Wolfsburg. „Die Transformation in der Automobilindustrie schreitet voran. Um Technologieentwickler und OEM auf ihrem Weg zu einer schnelleren, nachhaltigeren und präziseren Entwicklung zu unterstützen, haben wir den Produktentstehungsprozess revolutioniert“, sagt Harald Keller, COO der Edag Engineering GmbH.

Das Edag Zero Prototype Lab ist das erste Fahrdynamiksimulationszentrum seiner Art – und es steht allen Marktteilnehmern offen. Damit schlagen wir für unsere Kunden ein völlig neues Kapitel der Automotive-Technologieentwicklung auf.

Harald Keller

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Virtuelle Umgebung ermöglicht realistisches Fahrgefühl

Für dieses Kapitel setzt die Edag Group auf den neuesten Stand der Technik. Im Zero Prototype Lab befindet sich mit dem Dynamic Simulator DiM500 des Unternehmens VI-grade der größte und leistungsfähigste cabel driven Simulator für Entwicklung, Racing und Forschung mit Fokus auf Fahrdynamik, Fahrzeugbewegung und Fahrerinteraktion. Der Fahrsimulator ermöglicht es, Fahrdynamikmanöver mit großen planaren Verschiebungen ohne „motion cueing“ nachzubilden, wodurch der Fahrer in eine virtuelle Umgebung eintauchen und ein realistisches Fahrgefühl erleben kann.

„Das schließt selbst komplexe Fahrmanöver mit ein, wie beispielsweise einen doppelten Fahrspurwechsel. Kräfte und Momente aus unterschiedlichsten Fahrsituationen werden dazu real und in Echtzeit ins Cockpit übertragen“, betont Guido Bairati, Geschäftsführer von VI-grade. Im angeschlossenen Rechenzentrum werden alle mit den nur virtuell existierenden Prototypen getesteten Szenarien dokumentiert und so für die Datenanalyse und die nächsten Entwicklungsschritte verfügbar gemacht.

Anwendungsbereiche im Zero Prototype Lab

Im Mittelpunkt des Fahrdynamiksimulationszentrums, das im Mai 2024 in Wolfsburg seinen Betrieb aufnimmt, stehen drei Testplattformen zur Forschung und Entwicklung in den Bereichen Hardware, Software und Human Machine Interface (HMI).

Hardware: Fokus auf Gesamtfahrzeug-, Modul- und Funktionsentwicklung ohne physische Prototypen

  • umgebungsunabhängig
  • zeit- und kostensparend
  • reproduzierbares Testing
  • nachhaltig

Software: Integration von Mobility Software und Connected Services bereits in frühen Phasen des Produktentstehungsprozesses

  • Software-definierte Entwicklung
  • Grenzenloses Simulationsspektrum
  • Testing von Assistenzsystemen und autonomen Fahrfunktion in sicherer Umgebung
  • Systemabstimmungen im laufenden Entwicklungsprozess
  • Car-to-X-Connectivity

Human Machine Interface: Verbindung zwischen objektiven Simulationsdaten und subjektiver menschlicher Wahrnehmung mit besonderem Fokus auf die nächsten Schritte hin zu autonomem Fahren.

  • Komplexe Entwicklung der Mensch-Maschine-Schnittstelle
  • „Human-in-the-Loop”-Simulation
  • Nutzergerechte ergonomische Auslegung des Fahrzeugs
  • Fahrkomfortsteigerung

Das Edag Zero Prototype Lab steht ab Mai 2024 allen Marktteilnehmern offen.

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