Schraube Drehmoment-Prüfmittel neu kalibrieren
Der Schraubentechnikexperte Deprag Schulz verfügt jetzt über ein vom Deutschen Kalibrierdienst akkreditiertes Kalibrierlabor, in dem Drehmoment-Prüfmittel mit höchster Präzision überprüft und neu kalibriert werden.
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In einem Mittelklassewagen stecken geschätzt etwa 12 Kilogramm Schrauben. 15 Prozent davon unterliegen dem Sicherheitsrisiko „Gefahr für Leib und Leben“. Deshalb ist Präzision und Stabilität in diesen Bauteilen lebenswichtig. Versagen die Bremsen, kostet ein daraus resultierender Unfall möglicherweise Menschenleben. Eine Verkleidung, die ständig klappert, beeinträchtigt zwar nicht die Sicherheit, aber die Zufriedenheit des Kunden - in beiden Fällen kann ein falsches Drehmoment beim Verschrauben die Ursache sein. So verwundert es nicht, wenn in der Automobilindustrie die Präzision der Schraubwerkzeuge höchste Priorität hat. Deshalb sind moderne Schraubwerkzeuge mit Drehmomentaufnehmer ausgestattet. Diese Aufnehmer sorgen für die Erfassung, Steuerung und Dokumentation des Drehmoments während der Montage. Die Präzision dieser Messwertaufnehmer muss regelmäßig kontrolliert werden. Diese Kontrolle wird in einer Prüfstation vorgenommen. Diese Prüfstation muss aber wiederum in regelmäßigen Abständen einer Prüfung unterzogen werden - in diesem Fall spricht man von Re-Kalibrierung. Das neue Prüflabor von Deprag Schulz bietet jetzt diesen Service.
Prüflabor ist DKD-akkreditiert
Das Prüflabor verfügt über speziell geschultes Personal, das die hochgenau reproduzierbaren Messungen vornimmt. Schon die Anforderungen an die äußere Umgebung sind hoch, gleichbleibende Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind für die vergleichenden Messungen ebenso erforderlich wie präzise Messgeräte, geeignete Messvorrichtungen und geprüfte Referenzaufnehmer. Kalibrierungen im Drehmomentbereich von 0,01 Nm bis 500 Nm sind im neuen DKD-akkreditierten Prüflabor möglich. Die dabei kleinste angebbare Messunsicherheit beträgt 0,1 Prozent des Messwertes.
Wie läuft so ein Kalibrierverfahren ab?
Ein Beispiel: Die Messplattform eines Automobilherstellers, mit der er für seine Produktion das Drehmoment bestimmter Schraubwerkzeuge kontrolliert, soll nun ihrerseits überprüft und neu kalibriert werden. Der Qualitätsverantwortliche sendet sie zur DKD-Kalibrierung an das akkreditierte Deprag-Labor. Nach einer eingehenden Überprüfung und Re-Kalibrierung erhält er diese mit einem DKD-Kalibrierschein zurück, in dem die Ergebnisse der Kalibrierung genau dokumentiert sind. Für den Qualitätsverantwortlichen ist damit sichergestellt, dass sein firmeninternes Prüfmittel dem „Nationalen Normal“ entspricht, seine Messmittel dementsprechend präzise arbeiten und daraus folgend die Qualität seiner Schraubverbindungen im Montageprozess gewährleistet ist.
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