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Elektrifizierter Antrieb

Die Vision vom erschwinglichen Elektrofahrzeug ist erfüllt

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Ergonomisch gestaltet – verstellbare Pedale

Im Gegensatz zu konventionellen Autos, bei denen die Ferse des Fahrers als Fixpunkt für die Verstellfunktionen festgelegt ist, wurde für Visio.M das Auge des Fahrers gewählt. Die Positionierung der Sicherheitssysteme und die Sicht auf das Verkehrsgeschehen konnten die Forscher so optimal anpassen. Der Fahrzeugsitz muss nur noch in der Höhe variabel sein, dafür sind die Pedale verstellbar.

Bedienelemente wie Radio, Klimaanlage oder Navigationsgerät erreicht man über ein zentrales Touch-Display, das ebenfalls verstellbar ist. Die Mensch-Maschine-Interaktion basiert dabei ausschließlich auf Wischgesten, die auf dem gesamten Display ausgeführt werden können. Der Fahrer muss also keine Schaltflächen treffen, und zur visuellen Orientierung genügen sehr kurze Seitenblicke.

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Basis des Systems ist eine offene Software-Architektur, die jederzeit um zusätzliche Elemente erweitert werden kann. Dies ermöglicht, über Cloud-Anwendungen die heimische Musiksammlung einzubeziehen oder rechenintensive Applikationen wie eine um aktuelle Wetter- und Verkehrsdaten bereicherte energieeffiziente Routenplanung auf einem zentralen Server ausführen zu lassen. Alle erdenklichen Premium-Services sind so realisierbar. In Zukunft könnte dem Kunden beispielsweise ein Leihfahrzeug ferngesteuert vor die Tür gefahren werden. Experimentell wurde das im Projekt bereits realisiert.

Aktives „Torque Vectoring“-Differenzial sorgt für Effizienz

Viele Aspekte müssen zusammenspielen, damit das Fahrzeug trotz der relativ kleinen Batterie eine möglichst große Reichweite erzielt. Dazu zählen niedriges Gewicht, geringer aerodynamischer Widerstand, effizienter Antrieb, wenig Rollreibung und energiesparende Klimatisierung.

Im Rahmen des Visio.M-Projekts haben die Forscher diese Parameter optimiert. So erhielt der 1,55 m breite und 1,31 m hohe Zweisitzer beispielsweise eine sehr gute Aerodynamik. Der niedrige cw-Wert von 0,24, die kleine Stirnfläche von 1,69 Quadratmetern und die auf niedrigen Rollwiderstand optimierten Reifen (115/70 R 16) verringern zusätzlich zum geringen Gewicht den Energieverbrauch.

Einen weiteren Beitrag zur Effizienz leistet das aktive „Torque Vectoring“-Differenzial: Eine kleine Elektromaschine im Getriebe, die sowohl als Elektromotor als auch als Generator betrieben werden kann, verteilt die Kraft ideal auf die beiden Hinterräder. Durch die bessere Stabilität beim Bremsen in Kurven kann auf diese Weise wesentlich mehr Energie zurückgewonnen werden als ohne Torque Vectoring. Gleichzeitig wird das Auto durch die günstige Verteilung der Antriebs- und Bremskräfte sehr viel agiler und sicherer.

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