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Zugmagnete mit Rückholfedern schließen auch bei Stromausfall
Bei solchen Verriegelungssystemen werden überwiegend Zugmagnete mit Rückholfedern eingesetzt, da man vermeiden möchte, dass bei Stromausfall die Fächer entweder nicht mehr zu schließen sind oder nicht wieder über einen Kippnasenverschluss gesichert werden können.
Geht es um die Sicherheit der Geräte, kommen vorzugsweise kartenbasierte Zugangsysteme zum Einsatz. Die Vorteile dieser Technik liegen auf der Hand: So können nur Karteninhaber die Anlagen öffnen, die den korrekten Code kennen, und bei Missbrauchsfällen können die Karten gesperrt bzw. deaktiviert werden. Sollten zudem Karten verloren gehen, können diese problemlos nachproduziert werden.
Ein weitere Variante wird in der Praxis häufig genutzt: Servicearbeiten werden häufig über Zeitfensterkarten geregelt, d. h. der Monteur kann den Verriegelungsmechanismus nur zu gewissen Zeiten entriegeln.
Relativ neu im Medizintechnikbereich ist der Einsatz von Elektromagneten in mobilen Applikationen. Bislang stand dem das Problem der geringen Energieversorgung von 3 V DC im Wege. Nun konnte durch eine besondere Leichtbauweise der Kraftverlust durch die geringe Spannung kompensieren werden. Damit steht einem Einsatz von Elektromagneten z. B. bei Injektor-Pens zur Insulinverabreichung bei Diabetespatienten nichts mehr im Wege. Durch Überbestromung kann die Injektionsnadel schneller und so für den Anwender schmerzfreier bewegt werden.
Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise ist die Wiederverwendbarkeit der Injektor-Pens. Waren bisher alle Injektornadeln Einwegprodukte, so können diese zukünftig mehrfach verwendet werden.
Bei der Konstruktion von Handgeräten sind zudem kleine und leichte Komponenten wichtig. Das Dilemma: Der Konstrukteur kann nicht wie z. B. im Automobilbau auf leichtere Materialien zurückgreifen, denn um eine gewisse Kraft zu erzeugen, benötigt man sowohl bestimmte Materialien als auch eine gewisse Mindestmasse des Materials.
Magnete kurzzeitig schneller und mit mehr Kraft bewegen
Eine Überbestromung kann Abhilfe schaffen, um den Magneten schneller zu bewegen und/oder kurzzeitig mehr Kraft zur Verfügung zu stellen: Dazu kann ein auf 12 V DC gewickelter Magnet kurzzeitig auch mit 24 V DC, 48 V DC oder anderen Spannungen betrieben werden.
Beliebte Bauformen in mobilen Applikationen sind D-Frames bzw. Zylinder. Je nach Möglichkeit der Anbindung in den Geräten gibt es Kunden, die bei Rahmenmagneten eine seitliche oder stirnseitige Befestigung oder die einfache "Stick and fix"-Methode der Zylindermagnete bevorzugen.
Bei dieser Methode besitzt der Magnet ein Gewinde und eine Mutter. Um den Magnet zu befestigt, steckt man ihn einfach durch ein Lochblech und kontert sein Gewinde mit der Mutter. Vorteil dieser Methode: Man muss keine Schrauben definieren, die Stabilität fällt höher aus als bei Schraubgewinden, und ein Service-Monteur benötigt lediglich einen Schraubenschlüssel.
Elektromagnete bieten sich für viele medizintechnische Anwendungen an. Bei der Auswahl des jeweiligen Magneten empfiehlt es sich, dessen Hersteller frühzeitig in den Konstruktionsprozess einzubinden, um spätere Risiken für die Anwender auszuschließen. (jv)
Red Magnetics: Produktübersicht
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