Experiment Deutsche und japanische Roboter sprechen auf der ISS erstmals miteinander

Quelle: DLR 1 min Lesedauer

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Was zunächst einfach klingt, ist eine Premiere im All. Hierzu mussten nicht nur zwei Systeme miteinander interagieren, die niemals dafür designt wurden, sondern auch die hohen Sicherheitsstandards der ISS erfüllen.

Im Experiment wurde Int-Ball 2 über Cimon gesteuert und suchte Gegenstände, die im Kibo-Modul auf der ISS versteckt waren.(Bild:  DLR/ESA/JAXA/NASA)
Im Experiment wurde Int-Ball 2 über Cimon gesteuert und suchte Gegenstände, die im Kibo-Modul auf der ISS versteckt waren.
(Bild: DLR/ESA/JAXA/NASA)

An Bord der Internationalen Raumstation ISS haben zwei Assistenzroboter jüngst Technikgeschichte geschrieben: Der Roboter Cimon der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR und Int-Ball 2 der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa konnten laut einer Mitteilung im Rahmen des Experiments Ichiban erstmals miteinander kommunizieren, obwohl beide Systeme dafür ursprünglich nicht ausgelegt sind. Möglich wurde dies durch die Entwicklung neuer Schnittstellenstandards, die zudem die strengen Netzwerksicherheitsvorgaben der ISS berücksichtigten.

Im Versuch steuerte Astronaut Takuya Ōnishi den Int-Ball 2 über Sprachbefehle an Cimon. Die Kamera-Drohne suchte daraufhin im Kibo-Modul versteckte Objekte wie Werkzeuge oder sogar ihren Vorgänger Int-Ball 1 und übertrug die Bilder direkt auf das Display von Cimon.

Der Nutzen geht jedoch laut den Forschern weit über das Experiment hinaus: Durch die Vernetzung können Assistenzroboter künftig komplexere Aufgaben übernehmen, Experimente dokumentieren, Defekte im Stationsinneren lokalisieren oder frei schwebende Objekte identifizieren, die Risiken bergen. „Die erstmalige Kommunikation zwischen den unabhängig entwickelten Systemen Cimon und Int-Ball 2 weist den Weg für die Vernetzung von künstlicher Intelligenz und Robotik in der Exploration. Diese Leistung wird die Unterstützung für Astronautinnen und Astronauten maßgeblich verbessern“, sagt Christian Rogon, Projektleiter beim DLR.

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