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Rotes Laserlicht dringt tiefer als blaues
Die RTSC-Methode (Real Time Surface Compensation) von Micro-Epsilon passt dabei die Laserleistung in Echtzeit für jeden Messwert an und sorgt auf diese Weise dafür, dass selbst bei schnell wechselnden Oberflächeneigenschaften stabile Messergebnisse erreicht werden.
Abhängig von dem jeweils zu messenden Objekt dringt bei herkömmlichen roten Lasern das Licht in das Messobjekt ein. Dabei bestimmt das jeweilige Material die Eindringtiefe des Laserstrahls in das Messobjekt. Besonders von diesem Effekt betroffen sind organische Materialien wie zum Beispiel Haut oder Holz.
Bei rotem Laser dringt das Laserlicht aufgrund seiner Wellenlänge deutlich in die Oberfläche des Messobjekts ein und wird dort gestreut. Da in der Folge an der Oberfläche des zu messenden Objekts kein sauberer Bildpunkt entsteht und damit die Reflexion beeinträchtigt wird, kann auch kein exakter Abstand definiert werden.
Das blau-violette Laserlicht hingegen dringt bei diesen Materialien aufgrund seiner kürzeren Wellenlänge weniger tief in das Messobjekt ein. Der blaue Laser bleibt daher stärker gebündelt und erzeugt auf der Oberfläche des Messobjekts einen minimalen Laserpunkt. Auf diese Weise ermöglicht er stabile und präzise Ergebnisse auf sonst kritischen Messobjekten.
Komplett neuer Sensor-Aufbau
Der Aufbau von Triangulationssensoren mit Blue Laser Technik wurde von Micro-Epsilon komplett neu gestaltet. Die Sensoren sind mit neu berechneten High-end-Objektiven speziell für die kurze Wellenlänge sowie mit einer neuen intelligenten Lasersteuerung und Auswerte-Algorithmik ausgestattet. Der Messbereich der Sensoren liegt in Stufen zwischen 20 mm und 1000 mm. Die Linearität beträgt max. 16 µm, die Auflösung max. 1,5 µm, während sich die Messrate bis 2,5 kHz einstellen lässt. Die Grenzwertschalter sind individuell programmierbar.
Eine ideale Messaufgabe für den optoNCDT 1700BL, der speziell für die schnelle Messung von Weg, Abstand und Position auf glühenden Metallen konzipiert wurde, ist die Verformung von Bremsscheiben unter Belastung während des Bremsvorganges. Aufgrund der kurzen Wellenlänge des verwendeten blau-violetten Lasers blendet das von der rotglühenden Bremsscheibe abgestrahlte Licht den Sensor nicht.
Die Wellenlänge des roten Lichtes ist sehr weit von der Wellenlänge des blau-violetten Lasers von 405 nm entfernt und wird durch die verwendeten hochwertigen optischen Filter wirksam blockiert.
Bei der Messung der Bremsscheibe wurde der Scheibenschlag erfasst. Mithilfe des optoNCDT 1700BL konnte die "Disk thickness variation" (DTV) der rot glühenden, 800°C heißen Bremsscheibe hochdynamisch und präzise gemessen werden. Während der Messung befand sich vor dem Sensor ein Hitzeschild, um den Sensor vor den hohen Temperaturen der Bremsscheibe zu schützen. (jv)
* Erich Winkler, Produktmanagement optoNCDT bei Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG in Ortenburg.
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