Keramik

Das Potential von Technischer Keramik nutzen

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Keramik besticht durch Beständigkeit

Grundsätzlich ist es durchaus möglich, keramische Bauteile günstiger zu fertigen als metallische Teile. In der Regel verläuft es jedoch eher so, dass der Kunde auf die Technische Keramik aufmerksam wird, weil er eine bestimmte Eigenschaft der Keramik einbinden möchte. Meist wird entweder eine hohe Temperaturbeständigkeit benötigt oder die konstruktive Anforderung gibt vor, dass ein elektrischer Nichtleiter eingesetzt wird. In aller Regel benötigt der Konstrukteur einen spezifischen Anlass, um Möglichkeiten jenseits der „besser bekannten“ Werkstoffe in Betracht zu ziehen. Die extrem hohe Alterungsbeständigkeit keramischer Werkstoffe steht jedoch meist im Vordergrund. Materialalterung und Materialermüdung setzen zu einem weitaus späteren Zeitpunkt ein als dies etwa bei metallischen Werkstoffen der Fall ist. Keramik rostet nicht, versprödet nicht und verwittert nicht. Für Anwendungen, die besonders langlebige Teile benötigen, sind keramische Werkstoffe folglich ideal. So lassen sich insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau traditionelle Lösungen durch den Einsatz keramischer Bauteile optimieren. In Bereichen, in denen hoher mechanischer Verschleiß anfällt, haben sich keramische Bauteile wiederholt als deutlich widerstandsfähiger erwiesen als die bisherigen Lösungen mit metallischen Werkstoffen.

Kostenvorteile werden auf den zweiten Blick sichtbar

Die Wirtschaftlichkeit keramischer Bauteile wird in vielen Fällen erst dann sichtbar, wenn die Kalkulation den gesamten Produktlebenszyklus einbezieht, denn oftmals existiert ein initialer Mehraufwand. Der integrale Mehraufwand über die gesamte Lebensdauer kann jedoch weitaus geringer ausfallen. Bei komplexen Teilen kann der Erstaufwand auch im Metallbereich sehr hoch sein, sodass die Keramik unter Umständen von Beginn an wirtschaftlicher ist. Häufig sind auch die Werkzeugkosten im Metallbereich erheblich höher als bei der Keramik.

Neben dem Maschinen- und Anlagenbau werden keramische Bauteile besonders häufig in Automotiveanwendungen eingesetzt. Für Abgasanlagen haben sich keramische Bauteile aufgrund ihrer großen Hitzebeständigkeit bestens bewährt. Im Jahr 2011 wurde Sembach von Bosch als erster europäischer Keramikhersteller mit dem „Supplier Award“ ausgezeichnet. Möglich wurde dieser Präzisionsgrad durch eine konsequente Automatisierung der Produktion. Nicht zuletzt aufgrund der vollautomatischen, optischen, kamerabasierten 100-%-Endkontrolle, konnten die im einstelligen ppm-Bereich liegenden Qualitätsvorgaben um ein Vielfaches unterboten werden.

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