Forschungsprojekt Dampfnetze zur Drucklufterzeugung nutzen

Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer UMSICHT 1 min Lesedauer

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Die Turbonik GmbH und das Fraunhofer UMSICHT haben einen Dampfturbolader entwickelt, der die Technologien von hocheffizienten Mikro-Dampfturbinen und Verdichtern zur Drucklufterzeugung verbindet. So kann kostengünstig Druckluft erzeugt werden.

Bei der Dampfturbolader-Technologie wird kostengünstige Druckluft direkt erzeugt.(Bild:  Turbonik GmbH)
Bei der Dampfturbolader-Technologie wird kostengünstige Druckluft direkt erzeugt.
(Bild: Turbonik GmbH)

Dampf- und Druckluftnetze kombinieren, um ohne zusätzlichen Einsatz elektrischer Energie Druckluft zu erzeugen – das war bislang nur in hohen Leistungsbereichen von mehreren Megawatt möglich. Mit dem von Turbonik und dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik entwickelten Dampfturbolader haben nun auch kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit, ihre Dampfnetze zur gekoppelten Drucklufterzeugung zu nutzen.

Turbine treibt Verdichter an

Die Neuentwicklung basiert im Wesentlichen auf dem Prinzip der schnelldrehenden Mikro-Dampfturbinen der Turbonik GmbH, die als Effizienzmaßnahmen zur Stromerzeugung bei dampfnutzenden Unternehmen im Einsatz sind. Wie das Fraunhofer UMSICHT mitteilt, wird bei der entwickelten Dampfturbolader-Technologie eine Turbine – z.B. bei einer Dampfentspannung in einem Industrieprozess – in Rotation gebracht. Die verbundene Turbinenwelle treibt dann anstelle eines Generators einen Verdichter an, so dass direkt Druckluft im Leistungsbereich bis 150 kW erzeugt wird.

Dabei setzen die Forschenden auf eine modularisierte und kompakte Bauweise mit extrem hohen Drehzahlen. Diese ermöglicht sowohl den Einsatz des Dampfturboladers in direkter Kombination mit Dampferzeugern als auch die Integration in bereits bestehende Systeme – zum Beispiel als Alternative zu Dampfreduzierstationen.

Erzeugung kostengünstiger Druckluft

Mit der Dampfturbolader-Technologie können Betreiber zukünftig wertvollen Strom einsparen, der für den Antrieb herkömmlicher Verdichter erforderlich wäre, heißt es. Abhängig vom zur Dampferzeugung eingesetzten Brennstoff sollen so bis zu 486 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr und Dampfturbolader eingespart werden können.

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