Magnesium im Automobil

Cockpit-Tragstruktur aus Magnesium

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Gewicht um 25 Prozent reduziert

Jüngstes Projekt: Für Sportwagen- und SUV-Serienfahrzeuge eines süddeutschen Automobilherstellers wurde die Cockpit-Tragstruktur entwickelt. Die vorgegebene Marschrichtung war klar und anspruchsvoll. Es galt einerseits, ein Maximum an Funktionen zu integrieren – so etwa die Lenksäulenanbindung, das Airbagmodul, Knieairbags, die Instrumententafel, das Klimagerät, Steuergeräte, den Handschuhkasten, das Head-up-Display, den Kabelbaum und einiges mehr. Andererseits sollte ein Zielgewicht von unter 4 kg erreicht werden. Gegenüber einer konventionellen Stahlstruktur entspricht das einer Gewichtsreduzierung um etwa 25 Prozent.

Vorab: Alle Ziele wurden erreicht

Entscheidend war, dass die zuständige Fachabteilung des Automobilhersteller Meridian-Mitarbeiter schon sehr früh mit in die Konzeptentwicklung einbezogen hat. So konnte bereits der Produktionsstart (kurz SOP für „Start of production“) gemeinsam erarbeitet werden. Auch csi war zu diesem frühen Zeitpunkt bereits an Bord, da einige Mitarbeiter in die Cockpitentwicklung involviert waren. Meridian-Projektleiter Fackler verdeutlicht: „Da wir auf diese Weise zusätzliche Synergien erzielen konnten und der OEM die ergänzende Zusammenarbeit mit csi begrüßte, war klar, dass wir wieder ein gemeinsames Projekt realisieren.“

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Auch in diesem Fall ergänzten sich die Spezialisten von Meridian mit denen von csi. Meridian brachte produktspezifisches Fachwissen sowie umfangreiche Erfahrungen mit Herstellungsverfahren ein. Zudem berechneten Meridian Mitarbeiter die Eigenfrequenz, das Crashverhalten und die Topologie der Tragstruktur. Auch die Simulationen der Topometrie und des Magnesiumgusses stand auf der Aufgabenliste Meridians.

csi war ergänzend für das gesamte Package (den Bauraum) sowie die Integration der Komponenten verantwortlich

csi erstellt alternative Befestigungskonzepte, Montagesimulationen für die zu integrierenden Bauteile. Darüber hinaus erstellte das Team von Markus Schiek fertigungsgerechte Konstruktionen, setzte diese in Catia V5 um, berechnete die zulässigen Toleranzen und erstellte relevante Zeichnungen und Messpläne.

Das Ergebnis wurde allen Erwartungen gerecht. Darüber hinaus kann noch in vielen anderen Bereichen Gewicht reduziert werden. An einigen davon war csi ebenso entwicklungstechnisch beteiligt. So waren etwa einige Konstrukteure bei der Entwicklung der Grundträger für die Mittelkonsolen und der Dekorblenden sowie der Lagerböcke für Armlehnen aus Magnesium eingebunden. Auch in diesen Bereichen wurde csi teilweise schon während der sehr frühen Konzeptphase eingebunden und blieb bis einschließlich der Serienentwicklung an Bord.

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