Robotik Cobots ersetzen keine Mitarbeiter

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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In Zeiten von Fachkräftemangel und steigenden Energiekosten verspricht Automatisierung mittels Robotik kleinen und mittelständischen Unternehmen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei gibt es einige Aspekte zu beachten.

Roboter führen idealerweise Aufgaben aus, die sich stetig wiederholen und sehr präzise sind, aber sie tun nur das, was das Programm, beziehungsweise der Mitarbeiter, ihnen sagt: Der Mensch bleibt der Spezialist, der Roboter nimmt repetitive und eintönige Aufgaben ab.(Bild:  Omron / Mikkel Jul Hvilshøj)
Roboter führen idealerweise Aufgaben aus, die sich stetig wiederholen und sehr präzise sind, aber sie tun nur das, was das Programm, beziehungsweise der Mitarbeiter, ihnen sagt: Der Mensch bleibt der Spezialist, der Roboter nimmt repetitive und eintönige Aufgaben ab.
(Bild: Omron / Mikkel Jul Hvilshøj)

Das bereitet Kopfzerbrechen: Große wie kleine Unternehmen in Deutschland suchen hände­ringend nach qualifizierten Mitarbeitern. Ursache dafür ist vor allem das Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Berufsleben. Sie hinterlassen eine wachsende Lücke: Bis 2060 soll das Erwerbspersonenpotenzial, nach einer Anfang Mai 2023 veröffentlichten Projektion des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), voraussichtlich um 11,7 Prozent von 45,7 Millionen auf 40,4 Millionen schrumpfen. „Die Ergebnisse zeigen, dass den Betrieben in den nächsten Jahrzehnten deutlich weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden“, so IAB-Ökonom Weber.

Cobots bieten sich als universelle Helfer an

Unternehmen müssen also dringend neue Wege beschreiten, um Mitarbeiter zu finden und zu binden. Wie kann dies aussehen? Dies können auf der einen Seite Maßnahmen sein wie Mitarbeiterprogramme, Weiterbildungsinitiativen oder Unterstützung für Quereinsteiger; auf der anderen Seite bietet sich eine verstärkte Automatisierung manueller und repetitiver Aufgaben an. hierzu gehören sowohl Robotik wie Cobots und autonome mobile Roboter als auch Sensorik, Vision- und KI-Technologie. Gerade Cobots bieten sich für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aufgrund ihrer Flexibilität und vielen unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten an.

Aber: Laut Deutschem Robotik Spiegel befürchten etwa 48,3 Prozent der Befragten ohne Anwendungserfahrung, dass der Einsatz von Robotern mit hohen Kosten einhergehe. Kein Wunder, denn wer sich erstmals mit dieser Thematik beschäftigt, steht vor einem Berg an Fragen und Abwägungen.

Worauf bei Automatisierungsprojekten zu achten ist

Als Hilfe speziell für KMU hat das Automatisierungsunternehmen Omron vier zentrale Aspekte zusammengetragen, die zu Beginn von Automatisierungsvorhaben Beachtung finden sollten, um Projekte voranzutreiben, Skepsis abzubauen und alle Akteure mitzunehmen.

1. Auf Anwendungen konzentrieren und langsam skalieren

Am Anfang steht die Frage: Welche Abläufe lassen sich wie effizienter gestalten? Einige Aufgaben, die sehr filigran und individuell sind, lassen sich zwar automatisieren, gehen aber einher mit immensem Aufwand – sowohl zeitlich als auch bezüglich der Ressourcen. Beim Einstieg in die Automatisierung ist es ratsam, mit kleinen Projekten zu beginnen und dann schrittweise zu skalieren, neue Workflows hinzuzunehmen, die Flotte auszubauen etc.

2. Roboter unterstützen die Mitarbeiter

Roboter punkten mit Flexibilität. Sie lassen sich verstellen und anpassen, in Flotten nutzen und mehr. Je nach Produkt und Einsatzbereich sind verschiedene Positionen und Erweiterungen denkbar, sodass sie sich an neue oder veränderte Aufgaben adaptieren lassen.

Aufgaben gezielt auswählen

Die entscheidende Frage ist jedoch: Wie kann Robotik den Mitarbeitern helfen? Welche manuelle Aufgabe kann an einen Roboter abgegeben werden, damit sich der menschliche Mitarbeiter auf wertschöpfendere Aufgaben konzentrieren kann? Das Be- und Entladen von Maschinen sowie Palettieren und Depalettieren sind Abläufe, die sich relativ schnell und einfach automatisieren lassen; gleiches gilt für das Schweißen mit Robotern.

3. Mitarbeiter ins Boot holen und spezialisieren

Roboter führen idealerweise Aufgaben aus, die sich stetig wiederholen und sehr präzise sind; sie tun jedoch nur, was das Programm, beziehungsweise der Mitarbeiter, ihnen sagt – der Mensch bleibt der Spezialist, der Roboter übernimmt repetitive und eintönige Aufgaben. Robotik ist kein Allheilmittel oder Ersatz für menschliche Mitarbeiter. Dieses Denken sollte jedes Automatisierungsvorhaben durchdringen – auch um Angestellten die Angst zu nehmen. Es werden nach wie vor Spezialisten, etwa für Montage, Prozessoptimierung und Wartung gebraucht. Darüber hinaus sollten Mitarbeiter um die Möglichkeiten wissen und geschult werden, neue Technologien auch optimal zu nutzen. Während Roboter etwa Palettierung, Sortierung, Materialbeschickung oder Qualitätskontrolle übernehmen, können Mitarbeiter kreativer und wertschöpfender wirken.

4. Auf Erfahrung und Partnernetzwerke setzen

Um die Aufgaben und Einsatzgebiete von Robotern zu erweitern, werden abhängig von der jeweiligen Anwendung Geräte von Drittanbietern benötigt, etwa ein Bildverarbeitungs- und -prüfsystem. Können insbesondere KMU auf einen Robotikpartner vertrauen, der Support aus einer Hand bietet, nimmt ihnen das Arbeit und Sorgen: Mangelnde Expertise in den eigenen Reihen wird durch erfahrene Partner abgedeckt. In einer Omron-Umfrage gaben fast 90 Prozent der IT-Leiter an, dass sie in Sachen Industrie 4.0 und Datenanalyse auf externe Berater angewiesen seien. KMU benötigen daher nicht nur smarte Technologie, sondern auch ganzheitliche Anbieter und erfahrene Systemintegratoren.

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