Elektromobilität CO2-Fußabdruck von E-Bike-Antrieben aufs Gramm genau berechnet

Quelle: Ecospeed AG 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Kompakt, integriert, leicht und trotzdem kraftvoll – diese Eigenschaften verspricht das bayerische Startup Fazua für seinen E-Bike-Antrieb „Ride 60“. Wer sich für den CO2-Fußabdruck interessiert, den der Antrieb bei der Produktion verursacht, erhält eine klare Auskunft.

Zu den namhaften Herstellern, die den Ride-60-Antrieb von Fazua einsetzen, gehört unter anderem Canyon mit mehreren Modellen – hier das Roadlite:ON. (Bild:  Canyon)
Zu den namhaften Herstellern, die den Ride-60-Antrieb von Fazua einsetzen, gehört unter anderem Canyon mit mehreren Modellen – hier das Roadlite:ON.
(Bild: Canyon)

Mit dem „Ride 60“ (die Zahl steht für das Drehmoment) wendet sich Fazua an sportliche Radler, die sich mit einem leichten und agilen E-Bike bewegen wollen, das sich optisch kaum von einen Fahrrad ohne Motor unterscheidet. Diese Idee kommt bei den Fahrradherstellern und -käufern gleichermaßen gut an.

Für die Branche nicht selbstverständlich ist die Tatsache, dass Fazua die Antriebe erstens im eigenen Haus und zweitens in Deutschland (Ottobrunn bei München) montiert. Mehr als 150 Mitarbeiter sind hier schon tätig, und Investoren sind von dem Konzept auch überzeugt: 2022 hat Porsche Fazua übernommen, seit dem 1.8. 2022 firmiert das Unternehmen als Porsche eBike Performance GmbH.

Schon bei der Entwicklung haben die Fazua-Gründer großen Wert auf die Nachhaltigkeit des Antriebs gelegt, und für die Serienproduktion gilt das erst recht. Co-Gründer Fabian Reuter: „Der Carbon Footprint ist für uns und unsere Kunden ebenso wichtig wie Leistung, Fahrdynamik und Preis. Deshalb wollen wir den CO2-Verbrauch sehr genau benennen, der über die gesamte Lieferkette für die Produktion eines einzelnen Antriebs aufgewendet wird.“

Die Ride-60-Antriebe von Fazua sind „made in Ottobrunn“ – und der CO2-Aufwand für Produktion und Montage ist bis aufs Gramm berechnet.(Bild:  Fazua)
Die Ride-60-Antriebe von Fazua sind „made in Ottobrunn“ – und der CO2-Aufwand für Produktion und Montage ist bis aufs Gramm berechnet.
(Bild: Fazua)

Für diese Aufgabe nutzt Fazua die von der Schweizer Ecospeed AG entwickelte Software „Ecospeed Scout“. Sie erlaubt die ganzheitliche Umweltbewertung von Produkten, Prozessen und Standorten und berücksichtigt dabei die nationalen behördlichen Umweltziele und Vorgaben aller EU-Länder sowie der Schweiz.

Die Software enthält über 19.000 Werkstoffe, Prozesse, Transportarten, Energieträger und Abfallsorten aus der Ecoinvent-Datenbank. Der Anwender wählt einfach das passende Material aus der Datenbank aus und gibt die im Produkt verbaute Menge an. Ebenso angegeben werden die Be- und Verarbeitungsprozesse, die dabei genutzten Energieträger und die Transportarten. Ein selbstlernender Suchalgorithmus mit KI-Funktion erleichtert die Zusammenstellung der Daten, auf deren Basis die Software sofort die produktbezogenen Treibhausgas-Emissionen angibt. Per Tastendruck lässt sich ein Produktdatenblatt erstellen, das alle wichtigen Informationen enthält und zum Beispiel an interessierte Kunden ausgehändigt werden kann.

Mit der Ecospeed-Software lässt sich der CO2-Verbrauch von Bauteilen über die gesamte Lieferkette bestimmen. Entwicklungsingenieurin Linda Reuter: „Wir nutzen die Software auch im Innovationsprozess, um verschiedene Konzepte besser beurteilen zu können.“ (Bild:  Ecospeed AG)
Mit der Ecospeed-Software lässt sich der CO2-Verbrauch von Bauteilen über die gesamte Lieferkette bestimmen. Entwicklungsingenieurin Linda Reuter: „Wir nutzen die Software auch im Innovationsprozess, um verschiedene Konzepte besser beurteilen zu können.“
(Bild: Ecospeed AG)

Eine weitere Nutzungsmöglichkeit der Software ist aus Sicht von Porsche eBike Performance bei Neu- und Weiterentwicklungen interessant. Entwicklungsingenieurin Linda Reuter: „Wir nutzen die Software im Innovationsprozess, um verschiedene Konzepte besser beurteilen zu können. Der berechnete PCF sowie sozial relevante und andere ökologische Aspekte fließen dann in unseren Entscheidungsprozess mit ein. So werden wir immer besser und können das mit Zahlen belegen.“

(ID:49412685)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung