Energieversorgung
China nutzt Dampf aus Kernkraftwerken für chemische Industrie

Von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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In Kernkraftwerken wird üblicherweise Dampf erzeugt, der Turbinen antreibt, die dann Strom liefern. Man kann den erzeugten Dampf aber auch direkt ableiten und nutzen, unter anderem für Heizkraftwerke. Nun hat man in China erstmals damit begonnen, diesen nuklear erzeugten Dampf kommerziell in der chemischen Industrie zu nutzen.

China nutzt Dampf aus dem Atomkraftwerk für die chemische Industrie. So sollen Treibhausgase deutlich reduziert werden.(Bild:  Ян Заболотний - stock.adobe.com / KI-generiert)
China nutzt Dampf aus dem Atomkraftwerk für die chemische Industrie. So sollen Treibhausgase deutlich reduziert werden.
(Bild: Ян Заболотний - stock.adobe.com / KI-generiert)

China hat damit damit begonnen, seine chemische Industrie mit Dampf aus AKWs zu versorgen. Das erste Großprojekt der industriellen Dampferzeugung mit Kernkraft ist am 19. Juni in Lianyungang an der Ostküste des Landes offiziell in Betrieb genommen worden, berichtete der staatliche Fernsehsender CCTV unter Berufung auf die chinesische Atomenergiebehörde CAEA.

Dampf aus dem Atomkraftwerk Tianwan in der Provinz Jiangsu wird über eine mehr als 23 Kilometer lange Pipeline in die „Lianyungang Petrochemical Industry Base“ geleitet, wo er für chemische Prozesse genutzt wird. Sowohl das AKW, als auch das Dampfprojekt werden von der „China National Nuclear Power Corporation“ betrieben, einer Tochter der „China National Nuclear Corporation“ (CNNC).

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