Schutz ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Dieses sicherzustellen, ist schon immer die wichtigste Aufgabe der Brühl Safety GmbH. Mit der Vision, dass sich kein Mensch mehr an einer Maschine verletzen soll, hat sich Brühl über die letzten Jahrzehnte zu einem global führenden Unternehmen im Bereich Maschinen- und Anlagenschutz entwickelt.
„High Resistant“-Schutzzaunsystem
(Bild: Brühl Safety GmbH)
Als Sicherheitsexperte bringt das Unternehmen regelmäßig Produktinnovationen auf den Markt: Normen- und kundenspezifische Schutzzaunsysteme, verschiedene Arten innovativer Schutztüren und seit einigen Jahren ergänzend kraftbetätigte Maschinenschutztore. Dank seines umfassenden Produktportfolios und seiner Innovationskraft zählt Brühl zu den bedeutendsten Anbietern der Branche.
Automatisierung liegt weiterhin im Trend: Dementsprechend hoch bleibt die Nachfrage nach Robotern, insbesondere in Industriebetrieben. In zahlreichen Prozessen übernehmen Roboter in der Fertigung verschiedenste Aufgaben, stets mit dem Ziel, Zeit, Personal und somit Kosten zu sparen. Damit steigen die Anforderungen an trennende Schutzeinrichtungen, die einer mechanischen Kollision mit einem Roboterarm und eventuell umherfliegenden Teilen Stand halten müssen. Das neueste Schutzzaunsystem „High Resistant“ von Brühl bietet eine solche Robustheit.
Auf wesentliche Fragen zum Umgang mit den Normen- und Marktanforderungen an die Produkte geht Herr Dr. Dümpelmann, Leiter Konstruktion und Entwicklung bei Brühl, im Folgenden ein.
Nahezu jedes Industrieunternehmen benötigt Schutzeinrichtungen, um seine Maschinen und Anlagen abzusichern und Menschen vor Gefahren zu schützen. Welche Anforderungen sind in dieser Hinsicht in den einzelnen Branchen zu erfüllen?
Herr Dr. Dümpelmann: Die Anforderungen sind in den einzelnen Branchen unterschiedlich. Gemeinsam haben sie allerdings eines: Jede Maschine oder Anlage, die automatisch betrieben wird, benötigt eine trennende Schutzeinrichtung. Art und Umfang hängen von den individuellen Bedürfnissen ab.
Zusätzlich muss berücksichtigt werden, dass in jeder Branche unterschiedliche Normen zu erfüllen sind. Dazu zählen A-Normen, also Sicherheitsgrundnormen wie allgemeine Gestaltungsleitsätze und die Aspekte Risikobeurteilung und -minderung, außerdem B-Normen, die allgemeine Sicherheitsaspekte und Anforderungen für spezielle Schutzeinrichtungen umfassen, und schließlich maschinenspezifische Normen, die C-Normen. Letztere haben im Gesamtkontext die höchste Priorität. Zum Beispiel gehören zu den C-Normen neben Sicherheitsanforderungen für Verpackungsmaschinen (EN 415-6), Regalbediengeräte (EN 528) und Fördereinrichtungen (EN 619) auch spezifische Anforderungen für Industrieroboter (EN ISO 10218).
Welche Norm liegt dem Schutzzaunsystem High Resistant zugrunde?
Bei der Entwicklung unseres Schutzzaunsystems High Resistant haben wir uns vor allem auf die Norm EN ISO 10218 konzentriert. Gemäß EN ISO 10218 müssen bei trennenden Schutzeinrichtungen unter anderem folgende Gefährdungen berücksichtigt werden: andere Maschinen, Ausrüstung und Prozesse, herabfallende oder herausgeschleuderte Teile, unregelmäßige oder übermäßige Anhaltezeiten von Maschinen, Emissionen sowie das Unvermögen der Maschine, während eines Zyklus zu stoppen. Des Weiteren muss die Schutzeinrichtung fest eingebaut und in einem solchen Abstand platziert sein, dass Gefährdungen wie das Darüber-, Herum- oder Hindurchgreifen einer Person unterbunden werden. Bezüglich der Mindestabstände sind die entsprechenden Anforderungen von ISO 13857 zu erfüllen.
Die Automobilbranche stellt oft nicht nur die höchsten Normanforderungen, sondern geht sogar über diese hinaus. Dieser Trend setzt sich zunehmend in anderen Branchen fort. Anforderungen dieser Art können wir mit unserem High-Resistant- Schutzzaunsystem oder mit einer unserer anderen Schutzeinrichtungen erfüllen.
Ihr Unternehmen bietet vielseitige Schutzeinrichtungen Made in Germany an. Warum ist besonders das Schutzzaunsystem High Resistant für die Automobilbranche geeignet?
Die Automobilindustrie stellt in vielen Ländern einen der bedeutendsten Industriezweige dar. Kraftfahrzeuge sind die am meisten genutzten Fortbewegungs- und Transportmittel der Welt. So ist allgemein bekannt, dass die Nachfrage stetig steigt und immer wieder neue Fahrzeuge und Modelle auf den Markt kommen. In den letzten Jahren ist vor allem ein Trend hin zu Elektroautos bzw. Battery Electric Vehicles (BEV) und Sport Utility Vehicles (SUV) zu verzeichnen. Es lässt sich feststellen, dass Autos im Allgemeinen immer größer werden. Außerdem wird beim Fertigungsprozess mehr Platz benötigt – und da kommt unser Schutzzaunsystem ins Spiel.
Wir beschränken den maximalen Wirkraum des Roboters inkl. seines Werkzeugs mit unserem Schutzzaunsystem High Resistant als mechanische Barriere. Der Schutzzaun muss lediglich so weit entfernt vom Roboter aufgestellt werden, dass dieser uneingeschränkt seine Tätigkeit verrichten kann. Somit reduzieren wir den eingeschränkten Bereich, in dem der Roboter im Normalfall zum Stillstand kommen soll, auf ein Minimum. Als Ergebnis wird mehr Nutzfläche für weitere Maschinen und Anlagen gewonnen. Der gesamte Fertigungsbereich lässt sich so effektiver gestalten und unter dem Strich sind so Kosteneinsparungen zu realisieren. Ein weiterer Vorteil von High Resistant ist, dass der Roboter im eingeschränkten Bereich mit maximaler Geschwindigkeit fahren und arbeiten kann, was die Taktzeit verkürzt.
High Resistant ist das stärkste Schutzzaunsystem in unserer Firmengeschichte und aus unserer Sicht derzeit das stärkste auf dem Markt. Zum einen werden bei uns Pendelprüfungen nach DIN EN ISO 14120 und bis 11.000 Joule durchgeführt, zum anderen wird die Belastbarkeit der trennenden Schutzeinrichtungen gegenüber Einschlägen auch nach einem Lastenheft eines großen Automobilkonzerns geprüft – außerhalb und innerhalb des geschützten Gefährdungsbereichs. Damit reagieren wir auf neue Markterfordernisse und stellen uns bei Brühl Anforderungen, die deutlich über die hinausgehen, die die Norm vorgibt.
Wie läuft so ein Pendelschlagtest ab, mit dem die Belastbarkeit der trennenden Schutzeinrichtung gegen Einschläge geprüft wird?
Beim Pendelschlagverfahren prallt ein Versuchskörper mit definierter Größe und Masse kontrolliert gegen unterschiedlichste Stellen der Schutzeinrichtung. Mithilfe von Kameras werden die einzelnen Versuchsreihen zuverlässig dokumentiert und im Anschluss ausgewertet. So erlaubt das Pendelschlagverfahren von Brühl reproduzierbare Messungen und Bewertungen zur dynamischen Belastbarkeit von Schutzeinrichtungen. Mithilfe dieses Verfahrens werden wir den definierten Schutzzielen zu Schutzzäunen gemäß ISO 14120 gerecht.
Was sind Ihre Erfahrungen: Wie kommt das Produkt bei Kunden und auf dem Markt an?
Wir freuen uns über eine zunehmende Beliebtheit von High Resistant, was wir darauf zurückführen, dass die Entwicklung sich eng an den wahrgenommenen Marktanforderungen orientiert hat.
Allerdings befindet sich der Markt im ständigen Wandel und Anforderungen ändern sich, weshalb es notwendig ist, Produkte weiterzuentwickeln und zu optimieren. Dies betrifft regelmäßig bestehende Produkte aus unserem Schutzzaunbereich, sodass wir kontinuierlich an einigen Details zur Optimierung der Produkte arbeiten. Ich würde sogar sagen, dass dies eine der wesentlichen Stärken von Brühl ist und wir so unseren Kunden die beste Lösung präsentieren.
Fakt ist: Wächst der Roboter, muss sich die Schutzeinrichtung den Anforderungen anpassen, um weiterhin für maximale Sicherheit zu sorgen. Wenn hohe Verfahrgeschwindigkeiten des Roboters gefordert sind, ist es von zentraler Bedeutung, ein hochgradig widerstandsfähiges Zaunsystem einzusetzen, um die Platzeinsparung bei der Nutzfläche zu verwirklichen. Jedes Fertigungsunternehmen möchte heutzutage Zeit und Kosten sparen. Dies macht High Resistant zu einem beliebten Produkt und sorgt mit unseren kraftbetätigten Maschinenschutztoren für ein maximales Rund-um-Paket an Sicherheit.
Dr. Dümpelmann, vielen Dank für das Gespräch.
Dr. Christopher Dümpelmann ist Leiter der Konstruktion und Entwicklung bei der Brühl Safety GmbH und ein wichtiger Entscheidungsträger bei der Entstehung von neuen Schutzeinrichtungen.
ZUM UNTERNEHMEN
Über Brühl:
(Bildquelle: Brühl Safety GmbH)
Die Brühl Safety GmbH produziert trennende Schutzeinrichtungen für den Maschinen- und Anlagenbau. Hierzu entwickelt das Unternehmen Produkte, die präzise auf die geltenden Normen und spezifischen Erfordernisse der jeweiligen Maschinen abgestimmt sind. Zusammen mit der Brühl Safety Doors GmbH als Vertriebsgesellschaft für kraftbetätigte Maschinenschutztore und der Brühl Project GmbH für Sonderprodukte bietet die Unternehmensgruppe Schutzeinrichtungen aus einer Hand „Made in Germany“ an.
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