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Äußerst stabiler Lichtbogen weit über 1200 Grad Celsius
Beim Lichtbogendrahtspritzen wird an zwei Drähte aus einer Eisenbasis-Legierung ein elektrisches Potenzial angelegt. Ein hoher Kurzschlussstrom zündet daraufhin einen Lichtbogen. Durch den hohen Strom, die exakte Positionierung der Drähte zueinander sowie die exakt regelnde Druckgasversorgung erzeugt die LDS-Anlage der BMW Group einen äußerst stabilen Lichtbogen von weit über 1200 Grad Celsius. Die Eisendrähte schmelzen dadurch auf. Die heißen, flüssigen Metalltropfen bringen die Landshuter Gießereispezialisten mittels eines Prozessgases und einer rotierenden Hubbewegung auf die Zylinderlauffläche auf.
Dabei kommt eine komplexe Beschichtungslanze zum Einsatz, die eine vollständige Eigenentwicklung der BMW Group ist. „Die Beschichtugnslanze besteht aus mehr als hundert Einzelteilen und wurde in feinster Uhrwerktechnik bei uns im Haus entwickelt und gefertigt“, so der Leiter der Leichtmetallgießerei.
Um den hohen Qualitätsanforderungen an Premiumfahrzeuge optimal gerecht zu werden, hat die Leichtmetallgießerei der BMW Group – speziell für LDS – umfangreiche Online-Qualitätssicherungssysteme auf Basis komplexer Messtechnik entwickelt.
Hier kommt unter anderem die so genannte LockIn-Thermographie zum Einsatz. Die beschichteten Zylinderlaufflächen werden dabei über einen LockIn-Lichtblitz erwärmt. Mit einer Spezial-Kamera wird der Wärmefluss kontrolliert und eventuelle Unregelmäßigkeiten dokumentiert.
Auch die Qualität des LDS-Lichtbogens wird ständig gemessen. „Erst durch die Online-Kontrolle des Lichtbogens kann der exakt ausgerichtete Partikelstrahl in einer optimalen Bewegung entlang der Lauffläche geführt werden. Die Kunst liegt in der genauen Dosierung und Einstellung des Lichtbogens in Größe, Position und Winkel“, sagt Gießereileiter Schübel. (jv)
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