Definition – Teil 1
Was ist eigentlich Bionik?

Von konstruktionspraxis 6 min Lesedauer

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Von der Natur lernen, aber sie nicht kopieren, sondern deren Phänomene in technische Lösungen umsetzen. So ließe sich der Begriff Bionik vereinfacht erklären. Doch womit genau beschäftigt sich die Bionik? Welche technischen Lösungen hat sie hervorgebracht? Und welche Teildisziplinen gibt es?

Die Seitenflossen des Unterwasserroboters Bionic Fin Wave von Festo sind aus Silikon gegossen und kommen ohne Verstrebungen und Stützelemente aus.(Bild:  Festo SE & Co. KG)
Die Seitenflossen des Unterwasserroboters Bionic Fin Wave von Festo sind aus Silikon gegossen und kommen ohne Verstrebungen und Stützelemente aus.
(Bild: Festo SE & Co. KG)

Natürliche Optimierung: Die Eigenschaften von Pflanzen und Tieren haben sich in hunderten von Millionen Jahren durch Evolution entwickelt und konnten sich so perfekt an die jeweilige Umwelt anpassen. Es ist also nicht verwunderlich, wenn die Natur für sehr vielschichtige Problemstellungen mitunter perfekte Lösungen gefunden hat. Solche Lösungen umfasst u.a. auch sogenannte Mehrfachoptimierungen, da sie gleich mehrere, durch die Umwelt bedingte Herausforderungen bewältigen.

Wie wird Bionik definiert?

Der Bezeichnung „Bionik“ ist ein Kunstwort und setzt sich aus den Worten „Biologie“ sowie „Technik“ zusammen. Die Bionik beschäftigt sich damit, spezifische Phänomene aus der Natur auf die Technik zu übertragen. Als interdisziplinäres Forschungsgebiet beschäftigen sich Naturwissenschaftler, Ingenieure, Architekten, Philosophen und Designer gleichermaßen mit der Bionik, wobei die systematische Erkennung von Lösungen aus der Natur und deren Transformation in die Technik im Vordergrund stehen. Hierbei wird, wie bereits eingangs erklärt, die Natur nicht einfach kopiert, sondern spezifischen Eigenschaften mit den Möglichkeiten z. B. der Architektur, Konstruktion, Klimatisierung, etc. in Innovationen umgesetzt.