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Wie Lineartechnik zur Erforschung von Flüssen beiträgt

Von Thomson Neff Industries 7 min Lesedauer

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Die Uni Stuttgart nutzt 20 Meter lange Lineareinheiten für eine einzigartigen Versuchsaufbau, bei dem physikalische Vorgänge im Flussbett modelliert werden. Diese Sedimentstudie soll die Renaturierung von Flüssen und Ufergebieten unterstützen.

Gebirgsfluss in den Schweizer Alpen: Forscherinnen und Forscher arbeiten daran, die Dynamik des Flussbetts zu verstehen. (Bild:  Manuel Nitsche, BAFU)
Gebirgsfluss in den Schweizer Alpen: Forscherinnen und Forscher arbeiten daran, die Dynamik des Flussbetts zu verstehen.
(Bild: Manuel Nitsche, BAFU)

Das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) will die natürlichen Funktionen von Flüssen wiederherstellen, die durch Baumaßnahmen beeinträchtigt wurden. Im Rahmen einer Renaturierungs-Initiative wandt sich das BAFU an das Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung (IWS) der Universität Stuttgart. Es beauftragte das IWS, einen physikalischen Modellversuch durchzuführen, um Erkenntnisse über hydromorphologische Prozesse im Flussbett zu gewinnen.

Im Modellaufbau bewegt ein Paar riemengetriebener Lineareinheiten ein Portal, das mit Sensoren bestückt ist. Das Portal bewegt sich über ein 20 m langes Flussbett mit Sedimenten definierter Körnung. Damit werden hydromorphologische Veränderungen unter verschiedenen hydrologischen und geometrischen Bedingungen untersucht. Für das Forschungsprojekt ist eine besonders gleichmäßige, unterbrechungsfreie Bewegung über diese rekordverdächtige Länge hinweg nötig. In Zusammenarbeit mit dem Linearsystem-Hersteller Thomson Industries und dem Automatisierungsexperten König Lineartechnik setzte das IWS diese Anforderungen um.