Laserdrucker stehen in vielen deutschen Büros und werden jeden Tag häufig benutzt. Doch der Tonerstaub steht im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein, wie Studien nahe legen. Eine unbedenkliche und nachhaltige Alternative sind Tintenstrahldrucker, wie das Unternehmen Igreeen Solution meint.
Laserdrucker stehen im Verdacht, aufgrund ihrer Funktionsweise gesundheitliche Schwierigkeiten hervorrufen zu können.
Rote Augen, Kopfschmerzen, nachlassende Konzentration, das latente Gefühl von Müdigkeit, Husten und gereizte Schleimhaut – mittlerweile an der Tagesordnung in deutschen Büros. Nach Feststellung der Symptome beginnt die Ursachenforschung, die sich mehr auf Bauchgefühl und urbane Mythen denn auf Fakten und Wissenschaft stützt.
Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage von Reichelt in der Übersicht.
(Bild: Reichelt Elektronik)
Die Liste an Tatverdächtigen erstreckt sich von der Klimaanlage über Elektrosmog bis zum Staatsfeind Nummer eins, dem Bildschirm. „Intuitiv ergibt dies auch Sinn“, so Tanja Schmidt, Geschäftsführerin der Igreeen Solution GmbH und Expertin für technische Büroausstattung, „schließlich starren Büroarbeiter jeden Tag stundenlang auf die Displays, die bekanntermaßen die Augen überfordern. Dass moderne Screens aber oft nicht der Übeltäter sind, sondern die Druckgeräte, wissen viele nicht.“
Die Wahl der Büroausstattung unterliegt oft ökonomischen Faktoren, sodass für viele anscheinend gilt: je kostensparender, desto besser. Oft folgen diesem Trugschluss ernsthafte Konsequenzen, denn das Material, das dann zur Verfügung steht, hat dementsprechend nicht die erhoffte Qualität. Das gilt besonders für den Drucker, der zu den wichtigsten Anschaffungen zählt, da er sich auch heute noch ständig in Benutzung befindet. „Hier sparen Unternehmen gerne und kaufen sich Laserdrucker – in der vermeintlichen Annahme, mit großen Tonern und Lasertechnologie Kosten zu senken“, weiß die Expertin. Jedoch warnt Schmidt: „Wer immer nur an Sparpotenziale denkt, der wird über kurz oder lang den Kürzeren ziehen. Denn Gesundheit ist die wichtigste Währung. Stellen Unternehmen Preise vor das Wohlergehen der Mitarbeiter, kommt sie das letztlich teuer zu stehen.“
Studie: Deutsche zahlen mehr für nachhaltige Geräte
87 Prozent der Deutschen studieren die Energieeffizienzlabel von Elektrogeräten und achten beim Einkauf im Handel beziehungsweise im Online-Shop generell auf Nachhaltigkeit – so ein Ergebnis einer Studie, die OnePoll für Reichelt Elektronik 2021 durchgeführt hat. Im Zuge dieses gesteigerten Bewusstseins für die Zukunft des Planeten geben viele sogar an, mehr für ein umweltfreundliches Produkt zu zahlen. Durchschnittlich 6,7 Prozent mehr sind sie bereit dafür auszugeben und dabei scheint es in der Regel unwichtig, ob es sich beispielsweise um einen modernen Drucker oder einen neuen Laptop handelt. Gerade die jüngere Generation von 18 bis 24 Jahren zeigt sich bereit, dieses Budget zu erhöhen, während Personen über dem 55. Lebensjahr dieses eher etwas reduzieren.
Laserdrucker galten lange als Allheilmittel der Büroarbeit. Jedoch zeigt sich in den Arbeitsprozessen, die die Technologie zwangsläufig ausführen muss, dass sie potenziell gesundheitsschädlich für Menschen operieren.
So muss das Gerät vor der Ausführung eines Druckauftrags Walzen im Inneren auf circa 180 Grad erhitzen, was einen Lüfter im Gerät zwangsläufig notwendig macht. Gerade durch diesen gelangen jedoch Farbteilchen in die Luft und über Umwege in die Lunge, die im Verdacht stehen, Mutationen hervorzurufen.
Gleichzeitig produziert das Gerät Hochspannung, die in Verbindung mit der Luft Ozon freisetzt, das Atemwegserkrankungen und Reizungen der Schleimhäute hervorrufen kann.
Zusätzlich setzt der Vorgang Nanopartikel frei, für die die Forschung wiederholt schädliche Wirkungen auf den Organismus nachweisen konnte. Darüber hinaus werden beim Druckprozess die Stoffe Benzol und Styrol abgesondert – auch sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
Info
Die Uniklinik Freiburg hat 2010 in einer Studie untersucht, wie die Abluft eines Druckers auf Kulturen menschlicher Lungenzellen wirkt. Das Ergebnis zeigte, dass der Druckerdunst die Zellteilung negativ beeinflussen kann. Dies sei noch kein Beleg für eine Krebs auslösende Wirkung, aber ein Hinweis darauf, dass Tonerstaub die DNS schädigen könnte.
Geräte mit Bedacht auswählen
Unternehmen müssen sich bei der Anschaffung ihrer Utensilien mehr Gedanken über gesundheitliche Belange ihrer Mitarbeiter machen – wenn nicht bereits aus humanitären, dann auch aus ökonomischen Gründen, denn die Gesundheit beeinflusst die Produktivität der Mitarbeiter. Doch wie kann eine Lösung aussehen?
„Es gibt bereits gesundheitlich unbedenkliche und ökologisch nachhaltige Drucker, und das auch nicht seit gestern: Tintenstrahl heißt das Zauberwort. Bei diesen Geräten kommt es erst gar nicht zu den hohen Temperaturentwicklungen und somit bleibt auch die Feinstaubbildung aus“, erläutert Schmidt. Auch bei der Qualität gibt es keine Abstriche: Durch nicht wasserlösliche Tinte sind diese Systeme heute bereits in der gleichen Leistungsklasse wie Lasersysteme. Die Expertin betont: „Im Verhältnis zum Lasersystem gibt es also keinerlei qualitative Nachteile und daher auch keinen logischen Grund, nicht auf ökologische Drucksysteme zu setzen.“
Überall da, wo ein Drucker im Gebrauch ist, müssen sich die Verantwortlichen Gedanken machen und Geräte austauschen – denn durchschnittlich laufen pro deutschem Angestelltem täglich ganze 18,7 Seiten durch die Geräte.
Die Abgabe von Tonerstaub in die Luft lässt sich durch einen bewussten Umgang mit den Druckern reduzieren. Hier einige Tipps dafür:
Öffnungen am Drucker sollten weitestgehend geschlossen sein, sonst gelangt mehr Toner in die Umluft. Das wieder erhöht die Abgabe von Schadstoffen in die Luft.
Personen, die sich aufgrund eines großen Druckauftrags länger neben einem Gerät aufgehalten haben, sollten sich die Hände mit Seife und kaltem Wasser waschen, denn einige Tonersorten verkleben, wenn sie in Kontakt mit Wärme kommen.
Für Drucker, die von mehreren Mitarbeitern oder sogar ganzen Abteilungen benutzt werden, sollte ein gesonderter Raum zur Verfügung stehen.
Tritt ein Papierstau auf, sollten die verkanteten Blätter niemals aus dem Gerät herausgerissen werden, denn das wirbelt Staub auf, wenn der Toner noch nicht vollständig fixiert ist. Die schädlichen Stoffe können sich dann auf die Haut legen oder gelangen über die Atemwege in die Lunge.
Die Abluftöffnung des Druckers sollte niemals in Richtung eines Arbeitsplatzes gerichtet sein.
Nicht an Standorten aufstellen, an denen auch Essen verzehrt wird.
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