Energiemanagement
Batteriespeicher in einer Doppelrolle gegen Stromausfälle

Von Ramine Eskandari 5 min Lesedauer

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Die Industrie ist abhängig von einer zuverlässigen Stromversorgung, doch Ausfälle sorgen immer wieder für Produktionsunterbrechungen, die mit hohen Kosten verbunden sind. Batteriespeicher spielen eine doppelte Rolle dabei, diesem Problem zu begegnen: Sie können vor Ort empfindliche Elektronik schützen und gleichzeitig zur Stabilisierung des Netzes beitragen.

Der Stillstand von hochautomatisierten Produktionslinien kann bereits innerhalb weniger Minuten immense Kosten verursachen.(Bild: ©  shahriarsworld - stock.adobe.com)
Der Stillstand von hochautomatisierten Produktionslinien kann bereits innerhalb weniger Minuten immense Kosten verursachen.
(Bild: © shahriarsworld - stock.adobe.com)

Ende April 2025 kam es auf der Iberischen Halbinsel zu einem großflächigen Stromausfall, der über mehrere Stunden hinweg große Teile Spaniens und Portugals in ihrer Energieversorgung stark beeinträchtigte.

Als Ursache gelten Schwankungen in der Netzfrequenz, wie sie bei unzureichender Einspeisung von Strom auftreten können. Das spanische Ministerium für ökologischen Wandel geht inzwischen davon aus, dass mehrere Ursachen zu dem Blackout führten, beginnend mit fehlenden Kapazitäten zum Austausch von Blindleistung. Dadurch kam es zu Problemen, die Spannung aufrechtzuhalten, was wiederum zu Abschaltungen bei Erzeugungs- und Übertragungsanlagen führte. Zunächst war dies in einem Umspannwerk nähe Granada der Fall, anschließend kam es zu weiteren Notabschaltungen, sodass im Netz binnen Sekunden mehrere Gigawatt Strom fehlten. Anschließend wurde die Verbindung zum französischen Netz aufgrund nun fehlender Synchronisation getrennt und der Kaskadeneffekt konnte sich auf der iberischen Halbinsel fortsetzen.