Anbieter zum Thema
Ermöglicht Einsatz neuer Materialien und Materialdickenkombinationen
Das Reibelementschweißen von Ejot ist als System ausgelegt und umfasst das eigentliche Reibelement, den Fügeprozess, eine automatische Zuführung sowie ein robotertaugliches Reibelementsetzgerät. Diese Anlagentechnik ist modular aufgebaut und erlaubt eine maximale Flexibilität zur Anpassung an die Fügeaufgabe.
Das Fügeverfahren Ejoweld eröffnet verbindungstechnischen Anwendern den Einsatz neuer Materialien und Materialdickenkombinationen, von denen sie bisher noch Abstand nehmen mussten. Damit besteht insbesondere für Karosserieentwickler die Möglichkeit, metallurgisch unterschiedliche Werkstoffe mit hoher Festigkeit reproduzierbar zu fügen. Dabei kann mit lediglich zwei bis drei Arten von Verbindungselementen eine große Anzahl der in der Automobilindustrie üblichen Materialkombinationen für Mischbauweise gefügt werden, vor allem Aluminiumgusswerkstoffe. Dadurch können Prozessschritte eingespart werden, was letztlich zu Kostensenkungen in der Produktion führt.
Die Online-Prozesskontrolle stellt eine hohe Qualitätsrate sicher
Anwender profitieren darüber hinaus von der kurzen Prozesszeit (etwa 2 s pro Fügepunkt), der leichten Adaptierbarkeit an unterschiedliche Werkstoffe und Werkstoffdicken der Fügepartner sowie von der hohen Energieeffizienz gegenüber hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betriebenen Fügeverfahren. Weitere Vorteile ergeben sich aus der masse- und störkantenoptimierten Bauart des robotertauglichen Reibelementsetzgerätes, die den Einsatz am Roboter und in beengten Karosseriestrukturen ermöglicht. Da das Gesamtpaket aus Fügetechnologie, Reibelement, automatischer Reibelementzuführung und Reibelementsetzgerät im System angeboten wird, verkürzen sich die Kommunikations- und Reaktionszeiten für den Kunden.
Die Online-Prozesskontrolle, mit einer sehr hohen Abtastrate von Messwerten, ermöglicht ein dynamisches Steuerungs- und Regelungskonzept, welches eine Qualitätsrate größer 99,995 % sicherstellt. Bestimmte Umschaltpunkte im Fügeverlauf werden so ausgewertet, dass alle Einflüsse detektiert werden. Die Verbindungstechnik-Spezialisten von Ejot haben zur Bewertung der gesamten Mischbauverbindung einen sogenannten „Verbindungsgütefaktor“ entwickelt, anhand dessen die Gebrauchswerteigenschaften der Fügestelle einer Validierung unterzogen werden können. Als zerstörungsfreie Prüfmethode kann auch die Ultraschallprüftechnik angewendet werden, wie sie beispielsweise für Widerstandspunktschweiß-Verbindungen eingesetzt wird.
Eine Kilowattstunde für 1000 Fügepunkte
Ejoweld ist primär auf den Herstellungsprozess von Bauteilen beziehungsweise Baugruppen für die Automobilindustrie ausgerichtet; das Verfahren kann aber selbstverständlich auch für andere Blech verarbeitende Betriebe von Interesse sein, in denen Potenziale für eine Optimierung der Wertschöpfungskette ausgenutzt werden sollen. Eine besondere Anwendungsmöglichkeit für Ejoweld besteht darüber hinaus in Produktionsprozessen, in denen eine energieeffiziente Fügetechnik notwendig ist, da mit dem Reibelementschweißen für 1000 Fügepunkte lediglich die elektrische Energie von einer Kilowattstunde benötigt wird.
(ID:43386926)