Linearachsen

Automatisierung von Prüfprozessen mit einem Linearachssystem

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Auf Röhre abgestimmt

So seien bei dem Röntgenportal bewusst Siemens-Komponenten eingesetzt worden, da dort Triggersignale gesetzt werden können, die eine zeitoptimale Bildgenerierung ermöglichen. Unmittelbar vor der eigentlichen Prüfung triggert die Steuerung den Detektor über ein Hardware-Digitalsignal, so dass die Röhre nur Millisekunden vor der eigentlichen Prüfung zu strahlen beginnt und unmittelbar danach wieder abschaltet. Aufgrund der kurzen Strahldauer kann die Röhre mit maximaler Leistung betrieben werden.

Mit seinen effizienten Prüfzyklen, der hohen Bildqualität und der vergleichsweise einfachen Adaptierbarkeit auf andere Anwendungsfelder erschließt die leistungsfähige Prüfanlage neue Potenziale in der automatisierten, zerstörungsfreien Bauteilprüfung. Neben der klassischen Gussteileprüfung in der Automobilindustrie sieht Uwe Schmid, perspektivisch vor allem zwei große Anwendungsfelder: zum einen die Prüfung von Turbinenschaufeln aus Titan-Aluminium für die Luft- und Raumfahrtindustrie, zum anderen die Prüfung sicherheitsrelevanter Kfz-Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen. Darüber hinaus existieren zahlreiche Nischen, die mit konventionellen Röntgentechnologien bis dato nicht zu erschließen waren, jedoch dank der leistungsfähigen Röntgenquellen und Detektoren nun neu in den Fokus kommen. (jv)

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