Auf der Automatica in München wird es auch wieder eine Start-up-Arena geben. Im Fokus stehen Robotersysteme, Cobots und die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz (KI).
Die Automatica 2022 lädt vom 21. bis 24. Juni auch wieder ein, die Start-up-Arena zu besuchen. Über 40 Aussteller präsentieren mit Roboter- und KI-Innovationen, wie die Zukunft der Automation aussieht.
(Bild: Messe München)
Es gibt nach Ansicht der Messe München, dem Veranstalter der Automatica 2022, einige gute Gründe, sich die 44 Start-ups näher anzuschauen. Der vielleicht wichtigste sei, dass die bei den Ausstellern fühlbare Innovationskraft auch unkonventionelle Wege zu beschreiten wage und etwas riskiere, was die etablierten Player eher scheuten. Ohne komplexe Hierarchien zu durchlaufen und interne Überzeugungsarbeit leisten zu müssen, können sich Start-ups nämlich voll auf ihre Entwicklungsvorhaben konzentrieren, soweit das nötige „Kleingeld“ vorhanden ist. Deshalb sind auch die Finanzierungsexperten präsent, die auf der suche nach lohnenden Investitionen sind, merkt der Veranstalter an. In dieser Automatica-Ausgabe hat man unter anderem No Code Cobots und KI-Ideen ins Haus geholt, die man sich in Halle B4 anschauen kann.
Rasche Roboterprogrammierung per Stift
Wie revolutionär diese sein können, zeigt etwa das Beispiel des Dresdener Unternehmens Wandelbots, das mit dem Trendthema No Code Robotics befasst, bei der man sich der Roboterprogrammierung sozusagen unvoreingenommen nähert. Wandelbots hat so eine neuartige Stiftprogrammierung entwickeln können, wie es weiter heißt. Um eine Roboterbahn so zu programmieren, fährt der Anwender den Verlauf einfach mit dem sogenannten Tracepen ab. Wandelbots beweist, wie einfach und schnell das geht, auf dem Messestand des japanischen Roboterherstellers Yaskawa.
Immer dem Stift nach! Hier kann man einen Eindruck gewinnen, wie man mit dem Tracepen von Wandelbot einem Robotersystem sehr leicht die gewünschten Bahnbewegungen beibringen kann. Zu sehen bei Yaskawa im Rahmen der Automatica 2022.
(Bild: Wandelbot)
Herstellerunabhängige Plattform-Innovationen
Die Messe München verweist im Rahmen der Start-up Arena auch auf Andugo, ein Aussteller, der sich auf die Plattformökonomie für den Maschinen- und Anlagenbau spezialisiert hat und mit „GO2automation.de“ ein industriefokussiertes B2B-Portal für die effektivere Zusammenarbeit und die digitale Geschäftsentwicklung betreibt.
Eine weitere, wie betont wird, herstellerunabhängige Robotikplattform bringen die Paderborner Pioniere von Unchained Robotics mit in die Weltstadt mit Herz. Auf ihr ließen sich Komponenten für die Automatisierung diverser Prozesse finden. Die Plattform vermittle auch gleich ein Bild über die voraussichtlichen Investitionskosten. So sollen Roboteranwender genau das erhalten, was sie benötigen, sagt der Aussteller.
Und der autonomen Intralogistik widmet sich Node Robotics im Rahmen des Automatica-Auftritts. Die jungen Wissenschaftler des Unternehmens, das übrigens aus dem Fraunhofer-IPA ausgegründet wurde, bieten neuartige Plug&Play-Softwaretools an. Damit ließen sich mit dem Betriebssystem Node.os ganze Flotten autonomer mobiler Roboter verschiedener Hersteller betreiben. Man beherrsche so alles, vom Empfang und der Zuordnung anstehender Transportaufträge, bis hin zur Steuerung der einzelnen Fahrzeuge.
Ältere Youngsters zeigen auch ihre Cobot-News
Bereits etablierte Start-ups wie Neura Robotics, Kassow Robotics und Franka Emika lassen sich den Automatica-Auftritt auch nicht entgehen, wie man erfährt. Den sie beherrschen die Entwicklung und den Bau von Cobots. Als Beispiel sei hier der neue Franka Production 3 erwähnt. Mit diesem, wie es heißt, Hightech-Cobot bringt das Jungunternehmen einen leistungsfähigen Siebenachser auf den Markt. Der als feinfühlig bezeichnete Cobot ließe sich ohne Programmierkenntnisse einsetzen, weil er eine auf KI basierende Lernplattform für diverse Applikationen nutze.
Ganz neu in der Roboterwelt angekommen ist der 7-Achs-Cobot Franka Production 3 von Franka Emika.
(Bild: Franka Emika)
So befeuern Jungunternehmer die KI-Entwicklung
Wie der Automatica-Veranstalter herausgefunden hat, beschäftigen sich viele Neueinsteiger momentan mit softwarebasierten Themen der Robotik und Automation. Allem voran entwickelten sie dabei Neuheiten rund um das Topthema Künstliche Intelligenz. Einige davon verfolgen den Weg, mit möglichst einfachen Lösungen, Standardroboter für KI-Anwendungen zu qualifizieren, so die Messe München.
Wie gut das bereits gelingt, könnten etwa die Aussteller Micropsi Industries und Robominds beweisen. Mit der KI-basierten Robotersteuerung Mirai von Micropsi können Industrieroboter zum Beispiel ihren Arbeitsbereich mit Kameras wahrnehmen und ihre Bewegungen an die Gegebenheiten anpassen. Für das Programmieren der Roboter seien keine Programmier- oder KI-Kenntnisse erforderlich.
Mithilfe der KI-basierten Robotersteuerung Mirai von Micropsi Industries können Roboter ihren Aktionsbereich jetzt per Kamera wahrnehmen, um ihre Bewegungen an die jeweilige Situation anzupassen.
(Bild: Micropsi Industries)
Und Robominds hat herausgefunden, wie sich Roboter mit leistungsfähigen Steuerungen und Bildverarbeitungssystemen für KI-Anwendungen aufrüsten und besonders einfach bedienen lassen. Die Ideen des Münchner Start-ups bewähren sich bereits vielfach in der Praxis, heißt es dazu.
Stand: 08.12.2025
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Mit von der Partie ist natürlich auch das Robotik-Einhorn (Unternehmen mit einer Bewertung größer einer Milliarde US-Dollar) Agile Robots. Für die Spezialisten des von Zhaopeng Chen und Peter Meusel aus dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) ausgegründeten Unternehmens liegt die Zukunft der Robotik ebenfalls bei der KI-Unterstützung. Sie wollen die Lücke zwischen Robotik und KI mit wegweisenden Entwicklungen schließen.
Und jene, die bei aller Begeisterung für die neuen Möglichkeiten auch die Sicherheitsaspekte bei KI-Anwendungen nicht missen wollen, sollten sich bei Lakera AI umsehen. Denn das Schweizer Sicherheitsunternehmen bündelt mit seinem Know-how, wie es heißt, fortschrittlichste KI-Erkenntnisse, um Fehler zu vermeiden und die Zuverlässigkeit im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu garantieren.
Aber die reine Produktpräsentation sei nicht alles, was die Fachbesucher der Automatica erwarte. Denn die Messe München habe ein spezielles Rahmenprogramm für die Start-up Community auf die Beine gestellt, das vom Odense Investor Summit über die Podiumsdiskussion robo.innovate und Vorträge auf dem Automatica-Forum bis hin zu diversen Pitches auf der Start-up-Arena und dem ispace, der Bühne von AI.Society, reiche. Das Ganze ermöglicht einen umfassenden Überblick über das Start-up-Geschehen und bringt potenzielle Kooperationspartner aus der Technologie- und der Finanzwelt zusammen.