Spritzguss
Aus zwei mach eins: LED-Abblendlicht spart 40 Prozent an Gewicht

Quelle: Technotrans 4 min Lesedauer

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Covestro hat ein LED-Abblendlicht-Modul entwickelt, das Kosten, Gewicht und Komplexität erheblich reduziert. Das Modul besteht nur aus einem Teil und benötigt nur drei verschiedene Materialien. Entscheidend für den vollautomatiserten Fertigungsprozess ist die dynamische Temperierlösung von Technotrans.

Das LED-Abblendlicht-Modul besteht nur aus einem Teil und benötigt drei verschiedene Materialen.(Bild:  Covestro AG)
Das LED-Abblendlicht-Modul besteht nur aus einem Teil und benötigt drei verschiedene Materialen.
(Bild: Covestro AG)

Hersteller von Fahrzeug-Scheinwerfern stehen beim Design vor der Herausforderung, unter anderem Markenidentität, Ästhetik, Leistung und Sicherheit optimal miteinander zu vereinen. Gleichzeitig müssen sie den Aspekt der Kostenoptimierung stets im Auge behalten: denn die Wahl der Materialien, Komponenten und Herstellungsprozesse hat einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten.

Heutzutage werden häufig Abblendlicht-Scheinwerfer mit Reflektoren aus einem BMC-Duromer (Bulk Moulding Compound) in Verbindung mit einem Aluminiumdruckguss-Kühlkörper eingesetzt. Diese Systeme haben eine stabile Lichtleistung, bedingt durch die geringe Wärmedehnung von Duromeren im aktiven Scheinwerferbetrieb. Allerdings ist die Produktion aufwendig. So müssen beispielsweise Reflektor und Aluminium-Kühlkörper separat hergestellt und anschließend mit dem LED-Modul zu einer Einheit montiert werden. Zudem ist bei der Verarbeitung von Duromeren in der Regel eine Nacharbeit wie zum Beispiel das Entgraten und Reinigen der Teile erforderlich, bevor sie in den nächsten Arbeitsschritt überführt werden können. „Diese Punkte haben wir aufgegriffen, um mit einem innovativem neuartigem Konzept Scheinwerferherstellern eine kosten- und gewichtsoptimierte thermoplastische Lösung anbieten zu können“, sagt Rainer Protte, Head of Advanced Injection Molding bei Covestro.