Reihenklemme Auf dem Feuerstuhl

Autor / Redakteur: Stefan Schröder / Karl-Ullrich Höltkemeier

Die ungewöhnliche Trike-Applikation zeigt die Zuverlässigkeit der Schraubreihenklemmen von Phoenix Contact unter extremen Bedingungen. Das neue Reihenklemmensystem Clipline complete bietet für jede Applikation die richtige Anschlusstechnik mit einem einheitlichen Zubehörsystem und erfüllt alle Anforderungen für einen sicheren und dauerhaften Einsatz.

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Trikes – so werden die motorisierten Dreiräder genannt – erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das offene Bauprinzip sowie eine sparsame Federung stellen hohe Anforderungen an die Elektronik. Ein Trike-Hersteller aus den Niederlanden setzt dabei auf Reihenklemmen von Phoenix Contact (Bild 1).

Trikes liegen im Trend

Die Geschichte der Trikes begann in den siebziger Jahren, als Bastler das Hinterteil eines VW Käfer samt Motor und Achse mit der vorderen Hälfte eines Motorrads vereinten. Heute hat das motorisierte Dreirad viele Freunde - darunter Motorradfahrer, die bequemer und gelassener fahren möchten; sowie Autofahrer, die das Motorradgefühl erleben wollen. Gefertigt werden Trikes meist von Kleinherstellern in professioneller Serienfertigung.

VTI Trikes, ein Trike-Hersteller aus Vroomshoop in den Niederlanden, setzt auf Schraubreihenklemmen von Phoenix Contact. „Was in der Industrie zuverlässig funktioniert, ist auch für unsere Trikes geeignet“, meint Victor Harmeyer (Bild 2), der sich mit Vertrieb und Umbau von Trikes selbständig gemacht hat. Seine Firma VTI Trikes baut und vertreibt zusammen mit dem deutschen Hersteller WK Trikes im nordbayrischen Aubstadt rund 150 Trikes im Jahr.

Angetrieben werden die Feuerräder von Boxer-Motoren der Hersteller VW und Porsche mit bis zu 155 PS und einem Hubraum von bis zu 2,4 Liter. Anpassungen am Fahrwerk, Niederquerschnittsreifen in der Größe 345 / 17 Zoll, Effektlackierungen sowie viel Chrom machen die Maschinen zu einem echten Hingucker. Bei der Verdrahtung kommen industrielle Schraubreihenklemmen aus dem Programm Clipline complete von Phoenix Contact zum Einsatz.

Extreme Witterungsbedingungen hinterlassen keine Spuren

Die Schraubreihenklemmen mit einem Querschnitt von 2,5mm² werden ohne zusätzlichen IP-Schutz mit einer Hutschiene auf den Rahmen unter den Tank geschraubt (Bild 3). Hier erfolgt die Spannungsverteilung auf Sicherungen und Relais.

„In dieser Position sind die Reihenklemmen extremen Witterungsbedingungen sowie Spritzwasser und Streusalzen ausgesetzt“, erläutert Harmeyer. „Sie müssen außerdem die daraus resultierende Betauung verkraften.“ Da in den Klemmen Kupfermaterialien verwendet werden, ist dieser exponierte Einsatz kein Problem - die Klemmen sind im Entwicklungslabor unter viel härteren Bedingungen getestet worden.

Zu derartigen Tests gehören Korrosionsprüfungen nach DIN 50018, bei denen Klemmen unter Kondenswasserklimaten mit schwefeldioxidhaltiger Atmosphäre ausgesetzt werden. Bei Temperaturschockprüfungen werden die Klemmen innerhalb von Sekunden bis zu 200 mal von einer Klimakammer mit –55°C in eine andere mit +100°C befördert. Dank hochwertiger Materialien weisen die Klemmen eine dauerhafte gasdichte Verbindung sowie ein gleichbleibendes gutes Temperaturverhalten auf.

Vibrationen gehören zum „Cruisen“ dazu

Trikes sind auf allen Straßen Europas unterwegs. Harmeyer: „Routen mit Schlaglöchern sowie Schotterpisten sorgen für extreme Vibrationen, die sich auch auf die Klemmstellen der Reihenklemmen übertragen.“ Hohe Kontaktkräfte sowie das patentierte Reakdyn-Schraubensicherungssystem sorgen bei den Schraubreihenklemmen von Phoenix Contact auch für zuverlässige Kontaktierungen. Das bestätigen die Zulassungen für den Einsatz in der Verkehrstechnik mit dem Nachweis von Vibrationsprüfungen nach DIN EN 50155 (Anwendungen in der Bahntechnik) sowie Schockprüfungen bis 350 g nach IEC 60068-2-6 (Anwendung im Schiffsbau).

Phoenix Contact

Tel. +49(0)5235 300

Stefan Schröder, Mitarbeiter im Produktmarketing Industrielle Verbindungstechnik, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg

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