Sicherheitskupplung Auch Reinraum-Antriebe brauchen Kupplungen

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

KTR, Antriebstechnikspezialist aus Rheine, hat mehrere Baureihen von Kupplungen auf die Tauglichkeit für Reinraum-Anwendungen überprüfen lassen – mit Erfolg. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) wurde nachgewiesen und zertifiziert, dass die Kupplungen extrem wenig Partikel abgeben und deshalb für die Reinraumtechnik hervorragend geeignet sind.

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Die Tests dokumentieren, dass die drei untersuchten Servokupplungssysteme ohne Einschränkung für den Einsatz in Reinräumen der Klasse 8 nach ISO 14644-1 geeignet sind.
Die Tests dokumentieren, dass die drei untersuchten Servokupplungssysteme ohne Einschränkung für den Einsatz in Reinräumen der Klasse 8 nach ISO 14644-1 geeignet sind.
(Bild: KTR Kupplungstechnik)

Auch Reinraum-Antriebe brauchen Kupplungen! Wenn diese Produkte bewegt, verarbeitet, gefördert, montiert und verpackt werden, benötigt man elektrische Antriebe. In elektrischen Antriebssystemen verwendet man Wellenkupplungen, um z.B. Versatz im Antrieb zu kompensieren und die Lebensdauer des gesamten Antriebssystems zu erhöhen.

Wenn Antriebe – so die logische Schlussfolgerung – in der Reinraumtechnik oder, weiter gefasst, in Umgebungen mit hoher Anforderung an die Reinheit, zum Einsatz kommen, benötigt man auch reinraumtaugliche Wellenkupplungen. Für den Konstrukteur, der Antriebskomponenten für Reinraum-Anwendungen auswählt, ist die ISO-Norm 14644-1 ein wichtiges Hilfsmittel. Sie definiert Reinraumklassen anhand der Anzahl von Partikeln bestimmter Größen, die sich in einem Kubikmeter Luft befinden.

Hersteller, welche die „Reinraumtauglichkeit“ ihrer Komponenten unter Beweis stellen wollen, sind daher gut beraten, die Partikelabgabe der Produkte unter den normierten Bedingungen der ISO-Norm zu testen. Bei dieser Aufgabe haben die KTR Kupplungstechnik und das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) zusammengearbeitet – mit dem Ergebnis, dass die Kupplungen RADEX®-NC und TOOLFLEX® sowie die Baureihe ROTEX® GS entsprechend zertifiziert wurden.

Bei der RADEX-NC handelt es sich um eine drehsteife Servolamellenkupplung, die eine spielfreie Drehmomentübertragung erlaubt. Sie zeichnet sich u.a. durch Wartungsfreiheit, kompakte Bauform und ein niedriges Massenträgheitsmoment aus. Ein typisches Einsatzgebiet dieser Kupplung sind Präzisionsantriebe beispielsweise mit spielfreien Schneckengetrieben und kleinen Übersetzungen.

Anwendungen: Positioniersysteme und Linearantriebe

Die Metallbalgkupplung TOOLFLEX gewährleistet einen optimalen Ausgleich von Axial-, Radial- und Winkelverlagerungen in Antriebssystemen. Ihr Haupteinsatzgebiet sind die Antriebe von Positioniersystemen, z. B. Planeten- und Schneckengetriebe, Rundschalttische und Kugelrollspindeln. Dank der Ganzmetallbauweise bietet sie eine hohe Drehfedersteifigkeit und kann auch bei hohen Temperaturen sowie unter ungünstigen Umgebungsbedingungen zur Anwendung kommen.

Die ROTEX GS schließlich ist als drehelastische und spielfreie Klauenkupplung in der gesamten Industrie bekannt. Sie kommt heute in so unterschiedlichen Einsatzfällen wie z. B. Positioniersystemen, Anlagen der Mess-, Regel- und Medizintechnik sowie Geräte der Handhabungstechnik zur Anwendung. (Nach dem Seitenwechsel: Zentrale Eigenschaft: Minimaler Abrieb)

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