Softwarebasierte Entscheidungshilfe Assistent für zirkuläres Produktdesign 

Quelle: Fraunhofer 1 min Lesedauer

Wie können Automobilhersteller die steigenden gesetzlichen Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen, ohne an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren? Das Softwaretool Pearl soll künftig datengestützte Entscheidungshilfen bieten, um Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Kosteneffizienz von Anfang an ins Fahrzeugdesign zu integrieren.

Das Fraunhofer IAO und KTH Vehicle Design entwickeln aktuell gemeinsam das Tool Pearl, das künftig datengestützte Entscheidungshilfen rund um zikuläres Produktdesign bieten soll. (Bild:  © Fraunhofer IAO/Ludmilla Parsyak)
Das Fraunhofer IAO und KTH Vehicle Design entwickeln aktuell gemeinsam das Tool Pearl, das künftig datengestützte Entscheidungshilfen rund um zikuläres Produktdesign bieten soll.
(Bild: © Fraunhofer IAO/Ludmilla Parsyak)

Die europäische Automobilindustrie steht vor der Aufgabe, den Übergang zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu bewältigen, um gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Die Integration von Kreislaufstrategien ist insbesondere in der frühen Produktentwicklung entscheidend, da hier die größten Gestaltungsspielräume bestehen – und genau hier setzt das Forschungsprojekt Pearl (Probabilistic, Ecological-Economic Assistant for Circular Product Design) an. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO arbeitet gemeinsam mit Forschenden aus dem Bereich Vehicle Design am KTH Royal Institute of Technology an einem innovativen Software-Tool, das den Entwicklungsprozess von Fahrzeugen grundlegend verändern soll.

Ziel: Kreislauffähige und kostenoptimierte Produktgestaltung 

Dazu bündeln die Forschungspartner modellbasierte Systemtechnik, Optimierung und generative Designalgorithmen in einem digitalen Assistenten, der Entwickler darin anleitet, zielführende Entscheidungen zu Materialien, Bauteilen und Prozessen entlang dem Lebenszyklus eines Fahrzeugs zu treffen.
Das Ziel des Tools und der gesamten Tool-Kooperation zwischen Fraunhofer IAO und KTH ist es, Automobilentwickler bei der physischen Produktgestaltung hinsichtlich der Anpassung an einen zyklusorientierten, kreislauffähigen und dennoch kostenoptimierten Lebenszyklus zu unterstützen. 

Relevanz der Kreislaufwirtschaft

Die Initiative reagiert auf regulatorische Treiber wie ESPR, CSRD, die Neuauflage der Altfahrzeugverordnung sowie auf eine zunehmende Nachfrage nach nachhaltigen Mobilitätsangeboten. Frühzeitige Berücksichtigung der Kreislaufwirtschaft in der Produktentwicklung gilt als Schlüsselmaßnahme, um Ressourcen zu schonen, Abfall zu reduzieren und Reparatur sowie Recycling zu erleichtern. Langfristig sollen Lebenszyklusbetrachtungen fest im Designprozess verankert werden, um wirtschaftliche und ökologische Vorteile zu realisieren.

 Langfristig soll die Zusammenarbeit Fahrzeugherstellern und Zulieferern Ansätze und Werkzeuge für eine praktische, transparente Entscheidungsfindung zur Optimierung von Produkten im Hinblick auf Kreislaufwirtschaft liefern.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung