Wie ist der Zustand der Getriebe in meinen Maschinen? Läuft alles „rund“ oder gibt es Anzeichen für Verschleiß und die Gefahr von Ausfällen? Diese Fragen beantwortet das Analysetool Cynapse Analyze – Health Index.
Intelligente Algorithmen und getriebetechnisches Kern-Know-how vereinen sich im Smart Service Cynapse Analyze zu Analysetools wie dem Health Index.
(Bild: Wittenstein)
Health Index ist das neueste Analysetool im Smart-Service-Portfolio Cynapse Analyze von Wittenstein Alpha. Es erfasst und überprüft funktions- und belastungsrelevante Daten von Antriebssträngen in der Anwendung – und erkennt frühzeitig fehlerhafte Betriebszustände und damit verbundene Ausfallrisiken. Dadurch lassen sich die Gefahr und die Kosten unkontrollierter Stillstände signifikant reduzieren. Der Health Index überwacht diejenigen Getriebe des Herstellers, die Cynapse-Funktionalität aufweisen – also mit integrierter Temperatur- und Beschleunigungssensorik, Logik- und Speichereinheit sowie IO-Link-Datenschnittstelle ausgestattet sind. Das intelligente Analysetool richtet sich an Maschinenbauer und OEM sowie Maschinenbetreiber und Endkunden. Für beide Zielgruppen können sich durch die digitale Zustandsüberwachung von Getrieben Vorteile und Kosteneinsparungen ergeben.
Welche Daten fließen in die digitale Zustandsüberwachung ein?
Aufgabe der Software ist es, an Schlüsselkomponenten der Getriebe frühzeitig Veränderungen zu erkennen, die die Funktion des Antriebsstrangs beeinträchtigen können. Das Analysetool aggregiert hierzu Messwerte und Zustandsinformationen aus zwei Datenquellen: Die Daten zu Drehmomenten und Drehzahlen stammen aus dem Antriebsregler, während durch das Cynapse-Modul weitere Daten direkt im Getriebe erfasst und für den Health Index bereitgestellt werden.
Der Verpackungs- und Sondermaschinenhersteller Schreyer hat die Visualisierung der Smart Services in die Bedienoberfläche der Maschine integriert.
(Bild: Wittenstein)
Für den Maschinenbauer selbst fällt bei der Nutzung des Analysetools kein Programmieraufwand an – auch nicht für die Interpretation der gesammelten Betriebsdaten und Messwerte, denn hierzu greift das Analysetool auf das Wissen aus mehr als 40 Jahren der Getriebeentwicklung von Wittenstein Alpha sowie auf darauf basierende Rechenmodelle zurück. Diese ermöglichen eine Aussage über das Betriebsverhalten der Antriebsachsen und die Wahrscheinlichkeit eventueller Teilschädigungen an wichtigen Komponenten des Getriebes – und damit über die Gefahr der Beeinflussung der gesamten Maschinen-Performance.
Eindeutige Visualisierung und Handlungsempfehlungen an der Maschine
Um ein möglichst breites Spektrum möglicher Maschinenbediener– von der Fachkraft bis zum Ferienjobber – abzudecken, stellt der Health Index die Ergebnisse der Zustandsüberwachung als digitale Ampel dar. Die Anzeige muss dabei nicht durch eine separate Hardware erfolgen, sondern kann auch direkt in die HMI-Bedienoberfläche der Maschine integriert sein. Die intuitiv verständliche Ampeldarstellung wird ergänzt durch Handlungsempfehlungen:
Grün – keinerlei Auffälligkeiten erkennbar,
Gelb – Veränderungen erkannt, Service wird empfohlen und
Rot – Risiko für ungeplanten Stillstand, Getriebe austauschen.
Wenn eine Onlineverbindung besteht, kann der Kunde in der Benutzeroberfläche des Analysetools direkt den Produktstatus prüfen, mögliche Ersatzprodukte finden und die Möglichkeit einer schnelleren Beschaffung per Speedline-Service anfragen. Die Anmeldung einer Rücksendung erfolgt über das Service-Portal des Herstellers.
Das Cynapse-Modul mit Temperatur- und Beschleunigungssensorik, Logik- und Speichereinheit sowie IO-Link-Datenschnittstelle ist – wie bei diesem XP+-Getriebe von Wittenstein Alpha – vollständig in die Adapterplatte integriert.
(Bild: Wittenstein)
Bei Nutzung des Health Index können Maschinenbetreiber mögliche Ausfallrisiken frühzeitig erkennen, einen verbleibenden Abnutzungsvorrat ausschöpfen, Wartungseinsätze und Services vom Umfang her und auch zeitlich optimal planen, Ersatzteile oder Austauschgetriebe rechtzeitig beschaffen sowie ungeplante Maschinenstillstände vermeiden. Dies alles ist mit erheblichen Kostenvorteilen und -einsparungen verbunden. Daher stößt der Health Index bei Maschinenbetreibern und Endkunden auf unmittelbares Interesse – denn sie können durch die digitale Zustandsüberwachung die Performance und Verfügbarkeit ihrer Maschinen positiv beeinflussen und ihre Total Cost of Ownership (TCO) signifikant reduzieren.
Analysetools als Wettbewerbsvorteil für Maschinenbauer
Oftmals haben Maschinenbetreiber bei der Zustandsüberwachung auch spezifische, individuelle Interessen, die sie mit dem Tool umsetzen können, beispielsweise die Überwachung von Getrieben, die an der Auslastungsgrenze betrieben werden oder die Sicherung kritischer Achsen und Produktionskomponenten. Außerdem unterstützt es Unternehmen bei der Etablierung digitalbasierter Service- und Geschäftsmodelle.
Auch Hersteller, die bereits Ampelanzeigen in ihren digitalisierten Maschinen einsetzen, bilden eine Zielgruppe für das smarte Analysetool. Ihnen steht zum einen eine weitere Datenquelle für ihr Maschinen-Dashboard zur Verfügung – zum anderen können sie die User-Experience der Maschinenbedienung verbessern: Denn das Tool liefert auch Hinweise darauf, ob Antriebe beispielsweise im Dauerbetrieb oder hinsichtlich der Maximallast anders beansprucht werden als bei der Auslegung geplant.
Das Tool gehört zum wachsenden Portfolio smarter Analysetools, die Wittenstein Alpha unter dem Namen Cynapse Analyze anbietet. Weitere Smart Services des Anbieters, die aufeinander aufbauende Leistungsumfänge haben, ermöglichen es Maschinenherstellern und Maschinenbetreibern, Industrie 4.0 im Antriebsstrang sukzessive umzusetzen und diese Zukunftstechnologie in der jeweils möglichen oder gewünschten Geschwindigkeit zu erschließen. Zu den Smart Services gehört beispielsweise auch das Tool Cynapse Monitor für die einfache Visualisierung und Auswertung von Daten des smarten Getriebes – einschließlich dem Setzen von Grenzwerten und der Ausgabe von Alarmen bei deren Überschreitung.
Der Smart Service Cynapse Analyze mit dem Analysetool Health Index ermöglicht eine intelligente Getriebeüberwachung.
(Bild: Wittenstein)
Die digitale Zustandsüberwachung, wie sie der Health Index ermöglicht, ergänzt die Funktionalität des Digitalen Zwillings, in dem er alle relevanten Merkmale und Zustände der entsprechenden Getriebe des Herstellers speichert und für hersteller- oder betreiberseitige digitale Maintenance-Ökosysteme zugänglich macht. Autonome Fertigungssysteme können durch vorausschauende Wartung den Bedarf an manueller Überwachung reduzieren. Mit dem Ziel der optimalen Nutzung der Lebensdauer von Getriebekomponenten trägt der Health Index zu einem nachhaltigkeitsorientierten Einsatz von Getrieben bei, zum Beispiel in einem zweiten Re-Use-Lebenszyklus. (dm)
Datenverarbeitung: lokal oder in der Cloud
Die Smart Services von Wittenstein Alpha ermöglichen es, Abweichungen in der Antriebsperformance frühzeitig auszuwerten und aufzuzeichnen. Dadurch werden Produkt-, Qualitäts- und Prozessfehler vermieden, bevor sie entstehen. Sie laufen in der bestehenden Maschinenperipherie, zum Beispiel einem Industrie-PC, oder auf einer virtuellen Maschine im Netzwerk. Anwender entscheiden also selbst, ob der Dienst lokal auf der Maschine oder in der Cloud ausgeführt wird. Über eine API-Schnittstelle können weitere Daten hinzugezogen werden, zum Beispiel aus der Steuerung.
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