Widerstandspunktschweißen
Aluminium und Stahl punktschweißend verbinden

Von Annedore Bose-Munde 5 min Lesedauer

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Aluminium mit Stahl zu verbinden ist bisher aufgrund der stark unterschiedlichen Schmelzpunkte und der unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten der beiden Materialien eine Herausforderung. Eine flexible Lösung bietet hier das Swoptec-Verfahren.

Das Swoptec-Element hat 12 mm Kopf- und 10,5 mm Schaftdurchmesser. Es ist relativ flach, um Dünnblechanwendungen von 1,15 mm bis 4,5 mm abzudecken. (Bild:  Arnold Umformtechnik)
Das Swoptec-Element hat 12 mm Kopf- und 10,5 mm Schaftdurchmesser. Es ist relativ flach, um Dünnblechanwendungen von 1,15 mm bis 4,5 mm abzudecken.
(Bild: Arnold Umformtechnik)

Swoptec (Steel Welded Opposed Plug) ist ein Fügeverfahren für das Verbinden von Aluminium mit Stahlwerkstoffen. Das Besondere daran ist, dass die Anlagen, die üblicherweise für das klassische Widerstandspunktschweißen genutzt werden, hier auch verwendet werden können. Die Kernkompetenzen beim Swoptec liegen dabei bei der Herstellung des Verbindungselementes.

Dr.-Ing. Vitalij Janzen, arbeitet seit etwa fünf Jahren bei der Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG im Bereich Forschung und Entwicklung. Als Spezialist für das Widerstandselementschweißen will er nun auch Swoptec weiter voranbringen. Er beschreibt, wie Swoptec entwickelt wurde: „Die Initialzündung kam von der Firma Benteler Automobiltechnik GmbH. 2018 kam die Firma auf uns zu. In einem Entwicklungsprojekt wurde über 1,5 Jahre eine Verfahrenslösung erarbeitet, die Mitte 2019 präsentiert werden konnte. Verbunden damit war ein exklusives Nutzungsrecht von Swoptec für Benteler“, blickt er auf die Anfänge zurück.