Edelstahl Altes Schwimmbad im neuen Edelstahl-Glanz

Redakteur: Juliana Schulze

Pünktlich zur Eröffnung der Freibadsaison 2009 hat Thyssen Krupp Nirosta sein Großprojekt im Freizeitbad „De Bütt“ in Willich abgeschlossen. Nun erstrahlen die Becken in rostfreiem Edelstahl. Insgesamt wurde etwa 15 Tonnen Edelstahl verbaut.

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Azurblauer Himmel, die Sonne strahlt, das Thermometer klettert über die 30 Grad Marke. Da hilft nur noch eins: Der Sprung ins kühle Nass des nächstgelegenen Freizeitbads. Auch die Betreiber der Anlagen freut es, denn hohe Temperaturen versprechen hohe Besucherzahlen. Und die Freibäder sind gut gerüstet für den Ansturm. Denn schließlich haben Viele den Winter und das Frühjahr genutzt, um Becken und Anlagen grundlegend zu sanieren. Immer öfter greifen die Betreiber dabei auf Lösungen aus rostfreiem Edelstahl zurück, der vor allem durch Korrosionsbeständigkeit, gute Reinigungseigenschaften und Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse wie Frost überzeugt.

Betonbecken sind besonders anfällig gegen Witterungseinflüsse

„Viele Einrichtungen sind seit ihrer Einrichtung in die Jahre gekommen und müssen nun grundlegend saniert werden. Betonbecken zum Beispiel sind besonders anfällig gegen Witterungseinflüsse wie Frost sowie Bodensetzbewegungen. Sie führen dazu, dass sich Risse in der Betondecke bilden und das Becken somit nicht mehr dicht ist. Bis zu 20 Kubikmeter Wasser gehen so teilweise pro Tag verloren, was eine wesentliche zusätzliche Kostenbelastung für die Betreiber darstellt“, bestätigt Dr. Alfred Otto, Thyssen Krupp Nirosta Vorstand für das Ressort Strategische Produktentwicklung. Der Vorteil der Sanierung mit Edelstahlbecken in diesem Zusammenhang: Das alte Betonbecken kann als Fundament genutzt werden. Die neue Edelstahlwanne wird einfach eingesetzt und installiert - teure Erdarbeiten entfallen. Und Dr. Lenore Staubwasser, aus der Anwendungstechnik der Thyssen Krupp Nirosta ergänzt: „Dabei bietet der Werkstoff Edelstahl den Betreibern die Möglichkeit den hohen vorgeschriebenen Hygieneanforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig Reinigungs- und Unterhaltskosten zu minimieren.“

Werkstoff Nirosta 4404 eignet sich gut zur Chlorung

Aus hygienischen Gründen müssen öffentliche Schwimm- und Badebeckenwässer aufbereitet werden. Dies geschieht unter anderem durch Chlorung. Aus Gründen der Wassereinsparung wird das Wasser heutzutage immer mehr im Kreislauf geführt, was zu steigenden Chloridionengehalten und somit auch zu steigenden korrosiven Beanspruchungen führt. Die höher legierten Werkstoffe Nirosta 4404 sowie 4401 haben sich hierbei besonders gut bewährt. Sie enthalten einen Chromanteil von 16,5 bis 18,5 Prozent, Nickel von 10 bis 13 Prozent, und zusätzlichen Molybdän in der Größenordnung von 2,0 bis 2,5 Prozent und halten Chloridkonzentrationen von bis zu 500 mg/l stand.

15 Tonnen Edelstahl für Freibad Willich

Thyssen Krupp Nirosta belieferte das Freizeitbad „De Bütt“ in Willich mit Edelstahl. Hier wurden etwa 15 Tonnen des rostfreiem Edelstahls im 25-Meter-Sportbecken, im Aktions-, Erlebnis- und Babybecken verbaut. Die Stadt investierte rund 1,6 Millionen Euro in die neue Beckenkonstruktion mit dazugehöriger Technik. „Insgesamt haben wir uns bei der Sanierung unseres 1974 gebauten Bades bewusst für den Werkstoff Edelstahl entschieden“, erläutert Badeleiterin Simone Küppers. „Ausschlaggebend hierfür waren Besichtigungen in anderen Bädern. Dort habe ich Edelstahlbecken gesehen, die 30 Jahre alt und immer noch hygienisch und topp intakt waren.“ Bei den alten Willicher Becken waren oft Kacheln abgeplatzt, was regelmäßig zu aufwendigen und teuren Reparaturarbeiten führte. Diese entfallen jetzt, denn Edelstahl ist frostbeständig. Zudem rechnet die Badleiterin mit deutlich verringerten Reinigungskosten, denn die glatte, feinporige Oberfläche der Edelstahlbecken gibt Schmutzpartikeln keinen Halt. Zudem sind die Fugen entfallen, die bei gefliesten Becken aufwändig behandelt werden müssen.

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