Joysticks Alt, aber nicht veraltet

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Während der Touchscreen aus dem privaten Bereich kaum mehr wegzudenken ist, nimmt der Trend zum Touchscreen auch im industriellen Bereich immer mehr zu.

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Schon eine ganze Weile auf dem Markt – dennoch nicht wegzudenken.
Schon eine ganze Weile auf dem Markt – dennoch nicht wegzudenken.
(Bild: Megatron)

Joysticks sind ideal für räumlich komplexe Steuerungsvorgänge, während ein Touchpanel am besten für einmalige oder kurze Eingaben bzw. das Starten von vordefinierten Abläufen geeignet ist“, erklärt Marco Ahrens, Produktmanager für Joysticks bei Megatron. Das liegt vor allem daran, dass mit Joysticks ein ermüdungsarmes Arbeiten möglich ist schließlich erfolgt die Bedienung „blind“, d.h. das Auge kann dem zu steuernden Objekt folgen, während die Hand den Joystick bedient. Für viele Anwendungen ist eine traditionelle Bedienung über Joysticks nach wie vor die bessere Wahl. Entscheidend sind der jeweilige Einsatzbereich und die individuellen Anforderungen von Maschine und Anwender. Der intuitive Prozess ermöglicht eine vollständige Konzentration auf den jeweiligen Arbeitsvorgang. Bei der Steuerung über einen Touchscreen hingegen ist ein Hin- und Herspringen der Augen zwischen Eingabegerät und zu steuerndem Objekt nicht zu vermeiden. Der Nutzer muss einerseits stets seine Handposition auf dem Touchpanel verfolgen und andererseits kontrollieren, ob die jeweiligen Befehle auch wie beabsichtigt ausgeführt werden. Dieser Umstand bestimmt, welche Bedienart in Frage kommt: „Niemand wird ernsthaft versuchen wollen, stundenlang zum Beispiel einen Kran über einen Touchscreen zu lenken“, so Ahrens. „Andererseits wird ein Chemieingenieur für die Steuerung von Prozessparametern sicherlich einen Touchscreen bevorzugen.“

Schnell und multifunktional

Ein weiterer Vorteil von Joysticks liegt im schnellen und einfachen Zugriff: Sie können in kritischen Situationen schnell und intuitiv aktiviert werden, während man anderenfalls eventuell erst in einem Untermenü nach dem relevanten Befehl suchen muss. Ein Joystick ermöglicht zudem eine 3D-Steuerung – über verschiedene Schalter, Taster und Trigger lässt sich eine große Anzahl von Funktionen gleichzeitig bedienen. Beim Touchpanel ist die Parallelisierung von Steuervorgängen eingeschränkt. Auch die Präzision spielt eine Rolle. Ein Joystick ermöglicht eine hohe Bediengenauigkeit durch ein haptisches Feedback – wenn der Nutzer agiert, reagiert die Anwendung proportional. „Dieser Effekt lässt sich über Touchscreen nur schwer erreichen“, so Ahrens. „Selbst wenn sich die Fingergestik ausreichend an die Glasplatte angepasst hat, wird er niemals dieselbe Präzision erzielen können.“

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