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AC und DC-Laden mit nur einem Inlet wird ermöglicht
Das kombinierte Inlet unterstützt sowohl das Laden mit Wechselstrom von 63 A und 480 V sowie das Laden mit Gleichstrom von 200 A und 850 V. Diese Variante gibt es mit dem Steckgesicht Typ 2 für den europäischen Markt sowie mit dem Steckgesicht Typ 1 für den amerikanischem Markt. Nach den neuesten IEC-Normentwürfen ist es nun möglich, das reguläre AC-Steckgesicht für den Ladevorgang mit Gleichstrom zu nutzen. Hierbei sind jedoch die Ströme und Spannungen deutlich geringer - und somit auch die übertragene Leistung in Bezug auf die Dauer des Ladevorgangs. Damit zeichnet sich heute bereits ab, dass die entwickelte Variante des Combined AC/DC Charging System ein hohes Marktpotenzial besitzt – nicht nur für Europa, sondern auch für Nordamerika.
Vier verscheidene Lade-Modi zum Laden von Elektromobilen
Bisher werden vier Lademodi unterschieden, wenn es um die Ladeart und den davon abhängigen Schutzmaßnahmen geht. So wird im Lademodus 1 mit einer Schuko-Steckdose am Haushaltsnetz geladen. Hier ist eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung erforderlich. Im Lademodus 2 wird auch mit Schuko-Steckdose geladen, aber anders als beim Lademodus 1 ist die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung in einer In-Cable-Control-Box eingebaut. Diese enthält unter anderem einen Fehlerstrom-Schutzschalter und eine allpolige Abschaltung - nach einer Stromunterbrechnung nimmt sie automatisch den Ladevorgang wieder auf. Der Lademodus 3 beschreibt den AC-Ladevorgang in den drei Fällen Case A, Case B und Case C. Der Lademodus 4 wiederrum ist ausschließlich dem DC-Laden vorbehalten. Bei einem DC-Ladevorgang gibt es nur den Case C.
Grundstein für eine effiziente Infrastruktur ist gelegt
Mit der zunehmenden Nutzung von E-Mobilen muss auch die Infrastruktur der elektrischen Lademöglichkeiten sukzessive ausgebaut und kontinuierlich verbessert werden. In der Versorgung mit Gleichstrom-Ladestellen sind noch große Lücken zu schließen, um ein flächendeckendes Schnellladenetz aufzubauen. Durch das Combined AC/DC Charging System wird nicht nur die Handhabung des Gleichstrom-Ladeverfahrens vereinfacht und somit die allgemeine Akzeptanz deutlich gesteigert, sondern auch der Grundstein für eine effiziente Infrastruktur gelegt. Neben Connectoren, Plugs, Socket-Outlets und Vehicle-Inlets hat Phoenix Contact auch andere Komponenten für die Infrastrukturseite in seinem Produktprogramm – darunter Steuerungen, Stromversorgungen, Überspannungsschutz-Geräte sowie elektrische Verbindungstechnik. (jup)
* *Dipl.-Ing. Frederik Effenberger ist Produkt Marketing Manager E-Mobilität bei Phoenix Contact
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