FEM Abaqus reduziert Entwicklungszeiten
Dassault Systèmes hat Abaqus 6.10 Extended Functionality (6.10-EF) auf den Markt gebracht. Abaqus ist die Lösung für die Unified Finite-Elemente-Analyse (FEA) und Multiphysics-Anwendungen für die realistische Simulation der DS-Marke Simulia.
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Abaqus 6.10-EF bietet eine Reihe von leistungsstarken Verbesserungen hinsichtlich Modellierung, Visualisierung, Kontaktberechnungen, Mechanik und Performance. Die Kunden von Simulia können so ihre Entwicklungszeiten und Kosten reduzieren.
Modellierung von Substrukturen vereinfacht
Im Bereich Modellierung und Visualisierung wurde die Unterstützung der Modellierung von Substrukturen verbessert. Abaqus-Anwender können jetzt einfacher eine Substruktur für einen bestimmten Bereich ihres Produkts erzeugen, diese in eine Baugruppe importieren, die Ergebnisse während einer Analyse auswerten und die Substrukturen dann auch in zukünftigen Modellen erneut einsetzen. Dies führt zu einer erheblichen Zeitersparnis beim Modellieren. Abaqus 6.10-EF bietet zudem neue Features zur Kontaktberechnung und allgemeiner Mechanik. Sie optimieren die Effizienz und Genauigkeit bei der Simulation von Entwürfen unter realen Bedingungen. Hierzu gehört beispielsweise die Simulation von Flüssigkeitsaustritten zwischen sich berührenden 3D-Körpern. So kann ein ungleichmäßiger Druck auf einen Spritzenkolben während des Einsatzes zu einem Flüssigkeitsaustritt zwischen der Gummidichtung und dem Zylinder führen. Die hierfür neu entwickelte Lösung der 3D Pressure Penetration kann jetzt für jede Kontaktbedingung genutzt werden und liefert so genauere Simulationsergebnisse.
Risswachstum bei niedriger Lastspielzahl vorhersagen
Das neue Release steigert auch die Möglichkeiten der Extended Finite Element Method (XFEM) in Abaqus. Dadurch können Anwender das Risswachstum aufgrund von Ermüdung bei niedriger Lastspielzahl vorhersagen, wie zum Beispiel bei der Analyse der Erwärmungs- und Abkühlungsphase eines Abgaskrümmers. Diese neue Möglichkeit kann auch genutzt werden, um die Haltbarkeit und die Schadenstoleranz von Verbundstrukturen mit komplexen Versagensmechanismen präzise vorherzusagen.
„Mit der Implementierung der Erweiterten Finite-Elemente-Methode (XFEM) in Abaqus können wir Spannungsintensitätsfaktoren berechnen, ohne den Defekt tatsächlich modellieren zu müssen“, erklärt Ian Symington, Senior Consultant bei Serco Technical Consulting Services. „Dieser Ansatz spart während der Netzgenerierung erheblich Zeit. Das gilt auch für den Aufwand, der zumeist damit verbunden ist, Ermüdungsrissbildung abzuschätzen.“
Abaqus 6.10-EF bietet darüber hinaus deutliche Leistungsoptimierungen. Dazu zählt die neue Parallelisierung des AMS Eigenwertlösers. Diese beschleunigt signifikant die Analysen zur Extraktion der Eigenfrequenzen, die für die Untersuchung des NVH-Verhaltens (Noise, Vibration, Harshness) bei Fahrzeugen erforderlich ist. Der AMS-Eigenwertlöser von Simulia rechnet auf 4 Cores geschätzt etwa 1,5-mal schneller als Wettbewerbslösungen. (jus)
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