Simulation 3D-Implantationsplanungssysteme - Chancen, Risiken und Effektivität in der zahnärztlichen Praxis
Schon heute spielen 3D-Implantationssysteme zur Simulation eine wachsende um nicht zu sagen entscheidende Rolle. Diese Planungsinstrumente ermöglichen im Prinzip minimal invasives Implantieren mit kürzerer Behandlungsdauer für den Patienten sowie eine optimierte prothetische Umsetzung.
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66,3% der Praxen niedergelassener Zahnärzte in den alten Bundesländern und 79,0% in den neuen Bundesländern haben kein eigenes Praxislabor. Diese Praxen arbeiten mit Fremdlaboratorien, also gewerblichen Dentallaboratorien zusammen. Im 1. Halbjahr waren bundesweit 55.567 Zahnärzte an der vertragszahnärztlichen Versorgung beteiligt (zum Vergleich: 45.676 im Jahre 1992) – Tendenz steigend.
Zunehmende Wettbewerbsanzahl, jährliche Veränderungen in der Gesundheitspolitik mit niedrigeren Budgets, jährlich rückgängige Fallzahlen von bis zu 5% und eine dünnere Finanzdecke vieler Patienten führen zu einem verschärften Verdrängungswettbewerb in diesem Markt.
Zukunftsmarkt 3-D-Implantationssysteme
Deutsche Dentallaboratorien sind zudem folgenden Wettbewerbsfaktoren ausgesetzt: Der preisgünstige Zahnersatz aus China bzw. dem Ausland erhöht mit zum Teil massivem Preisdumping der Wettbewerber den Preisdruck auf dem deutschen Markt. Die Abrechnungsmöglichkeiten von Krankenversicherungen sind unter anderem mit den Sachkostenlisten bzw. der Abwertung von Laborleistungen reduziert. Große Unternehmen im Zahntechniksegment streben in absehbarer Zeit (8-12 Jahren) danach, das Zahntechniker-freie-Labor zu schaffen. Dies geschieht zum Teil bereits heute mittels CAD-CAM-Systemen, die aus Keramikblöcken Brücken fräsen. Der Zahnarzt wird zukünftig die Situation im Mund scannen, diese Daten online an ein Fräswerk mailen und binnen 48 Stunden weltweit das fertige Produkt in die Praxis geliefert bekommen.
In diesem Zukunftsmarkt spielen 3-D-Implantationssysteme eine wachsende um nicht zu sagen entscheidende Rolle. Diese Planungsinstrumente ermöglichen im Prinzip minimal invasives Implantieren mit kürzerer Behandlungsdauer für den Patienten sowie eine optimierte prothetische Umsetzung.
Je nach System werden die chirurgische und zahnärztliche Kompetenz sowie die Zahntechnik effektiv unterstützt bzw. substituiert. Dazu werden die Vorteile der CT-Daten genutzt, um Distanzen mit virtuellen Markern genau zu messen und die spätere Implantation mit Tiefenstopp unter Berücksichtigung der Schleimhautdicke präzise vorzubereiten. Je nach Hersteller bieten die Systeme eine dreidimensionale Darstellung, die das Knochenangebot mehr oder weniger gut visualisieren und geeignete Implantate aus Implantat-Datenbanken vorschlagen.
Mehr Fakten für die Implantation
Innovationsstark ist das Impla 3-D-System der Schütz Dental Group, da es ein offenes System ist und alle am Markt befindlichen Implantat-Systeme planbar sind. Es stärkt das Arzt/Zahnarzt-Labor-Verhältnis, indem das Labor als dienstleistungsorientierter Partner wirkt und 2-D- oder 3-D-Implantationsschablonen herstellt. Die anwendbare Graphik ist sehr verständlich, für Patientenaufklärungen geeignet und als Marketing-Instrument einsetzbar.
Die wichtigsten Anbieter von 3D-Implantationssystemen sind Nobel Biocare (NobelGuide), Materialise (SimPlant), IVS Solution (coDiagnostix), Med 3D (Med 3D), C. Hafner (CeHa imPlant), RoboDent (RoboDent) sowie das neue anwendungsorientierte Impla 3D-System der Schütz Dental Group.
Dr. Philipp Plugmann, Zahnarzt, Implantologe, Fortbildungsreferent,......
Artikelfiles und Artikellinks
Link: IMPLA 3D-System der Schütz Dental Group.
Link: Nobel Biocare (NobelGuide)
Link: Materialise (SimPlant)
Link: IVS Solution (coDiagnostix)
Link: Med 3D (Med 3D)
Link: C. Hafner (CeHa imPlant)
Link: RoboDent (RoboDent)
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