Additive Fertigung
Aus dem Drucker: Individualisierte Produkte für Medizin und Gesundheit

Von Niko Mroncz, Sales Engineer Xometry Europe 5 min Lesedauer

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In Medizin und Gesundheitswesen hat sich der 3D-Druck schon früh etabliert. Heute verbessern personalisierte, additiv gefertigte Teile, Medikamente oder Verabreichungshilfen auf Basis individueller Daten die Behandlung von Patienten. Doch welche Materialien und Verfahren eignen sich hier besonders?

Druck eines komplexen medizinischen Modells im Labor. (Bild: ©  DBFilms - stock.adobe.com)
Druck eines komplexen medizinischen Modells im Labor.
(Bild: © DBFilms - stock.adobe.com)

Die Additive Fertigung ist auch neben der Medizin in verwandten Dienstleistungen wie Apotheken, Therapeuten oder Entwickler und Hersteller medizinischer Geräte verbreitet. Für diese Anwender spielen auch die wirtschaftlichen Vorteile des 3D-Drucks eine Rolle. So macht die Herstellung medizinischer Produkte über eine Fertigung auf Abruf Lagerbestände überflüssig. Auch müssen Patienten nicht mehr so lange auf Hilfsmittel warten, Anpassungen des Designs können nach einem ersten Test rasch ausgeführt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsverfahren ist der 3D-Druck zudem umweltfreundlicher und reduziert den Materialabfall.

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Der 3D-Druck im Gesundheitswesen

Traditionell erfolgt die Produktion medizinischer Hilfsmittel mit viel Handarbeit. Rohmaterialien werden durch Schleifen, Schnitzen und maschinelle Bearbeitung geformt, bis ein möglichst individuelles Endprodukt entsteht. Additive Verfahren gestalten den Prozess einfacher, weniger arbeitsintensiv und damit meist schneller und billiger. Entwürfe für solche 3D-Produkte entstehen in der Regel mit computergestützter Konstruktionssoftware (CAD). Es ist aber auch möglich, Modelle anhand von 3D-Scans zu produzieren, die in digitalen Resonanztomographen (MRT) erstellt wurden. Für die Umsetzung ihrer Ideen nutzen viele Anwender eine Produktionsplattform wie Xometry. Diese vermittelt aus einem riesigen Firmennetzwerk den geeigneten Hersteller für das gewünschte Produkt. Zum Teil verfügen medizinische Einrichtungen auch über eigene Drucker, mit denen sie unmittelbar vor Ort produzieren.