Kurbelgehäusedeckel 3. Platz beim internationalen Aluminium-Druckguss-Wettbewerb
Innovationskraft, Erfahrung und Fingerspitzengefühl brauchte man bei der Metal Technologies Kitzingen GmbH (MTK) um einen bisher aus Eisenguss gefertigten Kurbelgehäusedeckel in Aluminiumguss mit dem MTK Poral-Guss-Verfahren umzusetzen.
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Der prämierte Kurbelgehäusedeckel von MTK wird in einem patentierten Poral-Guss Verfahren hergestellt. Dieses so produzierte vergütbare und schweißbare porenarme Aluminium-Druckgussteil wurde für einen Kunden konzipiert, um eine ursprüngliche Komponente aus Grauguss zu ersetzen und somit den Motor ökonomischer zu gestalten. Diese Substitution reduziert nicht nur das Gewicht um etwa 43 %, sondern hat dadurch eine CO2-Reduzierung zur Folge. „Im Poral-Guss gefertigte Teile verfügen über eine optimale Festigkeit, höchste Fertigungsgenauigkeit und Recyclingfähigkeit. Gerade die beiden letzten Punkte waren wichtige Kriterien für die Jury“, so Ramthun.
Das Gussteil der MTK fungiert als Motorenlager für schwere Reihenmotoren der Baureihe MBE4000 (Detroit Diesel) in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen, so zum Beispiel im Frightliner, Tank- und Militärfahrzeugen, in Fahrzeugen für Wald- und Forstwirtschaft sowie in Baufahrzeugen. Als tragendes Teil steht es direkt in Verbindung mit dem Motor und der Karosserie und muss neben dem Gewicht des Kühlers (600 kg) auch die unterschiedlichsten Schwingungen des Motors, Unebenheiten der Fahrbahn bzw. des Geländes aufnehmen. Hierbei kommen die Eigenschaften des porenarmen Poral-Gussteils zum Tragen: Durch die laminare Formfüllung verfügt es über eine hohe Bruchzähigkeit und Schwingfestigkeit sowie extrem hohe Dehnung und Stabilität, die gerade bei der enormen und direkten Kräfteeinwirkung beim Ankuppeln von verschiedenen Anhängern unabdingbar sind. „Das Gussteil hält Korrosion und Umwelteinflüssen stand und ist außerdem noch schweiß- und verschweißbar – welches gerade im Fahrzeugbau eine wichtige Rolle spielt“, erklärt Ramthun die Vorteile des prämierten Produktes.
Der internationale Aluminium-Druckguss-Wettbewerb wird gemeinsam von dem Verband der Aluminiumrecycling-Industrie (VAR) und der Organisation of European Aluminium Refiners and Remelters (OEA) veranstaltet. Die eingereichten Gussstücke werden von einer Jury aus Forschung und Praxis bezüglich Gussqualität, druckgussgerechte Konstruktion sowie Förderung des Einsatzes von recyceltem Aluminium bewertet.
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