Die Tunnelbauer – Transportsysteme für den Tunnelbau aus dem Odenwald

09.08.2006 | Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Ullrich Höltkemeier / Karl-Ullrich Höltkemeier

Bild: AlpTransit

Wenn es um umweltfreundliche Lösungen für die Transportprobleme der Gegenwart geht, dann kommt man an Schienentrassen unter der Erde nicht vorbei. Mit AlpTransit Gotthard entsteht gerade eine zukunftsorientierte Flachbahn durch die Alpen. Der Gotthard-Basistunnel ist das Herzstück der neuen Bahnverbindung und eines der Großprojekte von Mühlhäuser Transportsysteme, Michelstadt. Das Unternehmen, weltweit führend in der Entwicklung projektspezifischer Transportlogistik für den Tunnelbau, arbeitet dabei mit Pro/ENGINEER Wildfire von INNEO Solutions. konstruktionspraxis war vor Ort.

Lange Zeit war es nur ein verwegener Plan, nun soll es Wirklichkeit werden: 800 Meter tief, ausgehölt aus dem harten Gneis des Schweizer Alpenhauptkammes, wird in der Mitte des 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnels ein weltweit einzigartiger Bahnhof entstehen. In zehn Jahren soll es möglich sein, dass an der Station „Porta Alpina Surselva“ Passagiere aussteigen und mit dem dann längsten Lift der Welt mitten in die Bergwelt nahe des kleinen Ortes Sedrun befördert zu werden.

Ursächlich sind die gewaltige Halle – 180 Meter lang, und 15 Meter hoch – sowie der 800 Meter tiefe Schacht entstanden, damit sich die Tunnelarbeiter von hier aus nach Norden und Süden vorangraben können. Vier Millionen Tonnen Aushub werden so aus der Baustelle des Gotthard-Basistunnels ans Tageslicht befördert – ein Doppelaufzug bringt in nur 45 Sekunden jeweils 50 Grubenloren an die Oberfläche. Dieser Doppelzug besteht zum Teil aus Transportgeräten wie zum Beispiel Rotationskipper aus dem Hause Mühlhäuser Transportsysteme

Die Geschichte des Unternehmens Mühlhäuser

... beginnt 1907 mit der Konstruktion des ersten Förderwagens mit Holzkasten, für den Berg- und Strassenbau.

Es folgten als damaliges Standardprodukt der Einseitenkipper auch für den Strassenbau.

Schon damals hatte die Firmenphilosophie seine Gültigkeit. Heinz-Peter Mühlhäuser der seit 1966 die Geschäfte von Mühlhäuser führt: “ Wir passen uns den spezifischen Anforderungen in einer sich permanent ent-wickelnden Tunnelbautechnologie an und stellen uns den Herausfoderungen aktiv und flexibel.“ Dabei konnte Mühlhäuser seine Marktstellung bis heute ausbauen. KHM hat in der Welt eine führende Stellung in der Entwicklung produktspezifischer Transportlogistik für den Tunnelbau einschließlich Entwicklung, Herstellung und Vertrieb der dafür erforderlichen Geräte. Somit liegt das Kerngeschäft im Schienen-gebundenen Tunnelbau.

Nach 1950, mit der Herstellung der Fördersysteme komplett aus Stahl. Begann in den sechziger Jahren KHM mit der Globalisierung ihres Absatzmarktes mit Tunnelbauprojekten in Südamerika und Asien. Um 1980 lag der Schwerpunkt in der Bereitstellung von Förderwaggons und Gleismaterial für den Bau der größten europäischen Tunnel, wie der Autobahntunnel in Österreich.

Es folgte 1988 die Herausforderung Eurotunnel, wo die Firma Schienenfahrzeuge für die französische und britische Seite lieferte. Nach Vollendung des Eurotunnels war 1990 soviel rollendes Material am Markt erhältlich, dass KHM ihre Produkte zurück kaufte und so das Mietgerätegeschäft am Markt etablierte.

Ab 1995 war man dann weltweit in Stollen und Tunnels aktiv, z.B. mit der Versorgung der größten Tunnelbau-projekte mit Rollmaterial in Europa und Asien.

57 Kilometer ist der Gotthard-Basistunnels lang

... und vier Millionen Tonnen Aushub werden aus der Baustelle ans Tageslicht befördert. 2002 begann Mühlhäuser mit der ersten Lieferung für das bisher größte Tunnelbauprojekt der Welt mit höchsten Ansprüchen an die Technik der Transportgeräte.

Als eines der wichtigsten Produkte gilt hierbei der Betonmischer. An den verschiedenen Angriffstellen des Gotthard-Basistunnels werden meist Zugverbände mit vier Mischern eingesetzt.

Weiteres Rollgerät für diese Baustelle sind der Mörtelwagen, sowie die Plattform- und Segmentwagen, um vormontierte Bauteile in den Tunnel zu bringen. Als Sonderlösung für die Baustelle Gotthard-Basistunnel gelte der Verletztentransporter, der Feuerwehrwagen, sowie der Saugbehälterwagen, der als großer Staubsauger dazu dient die Tunnelbaustelle sauber zu halten. Gerade Konstrukteure müssen mit innovativen Entwicklungen den Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens am Markt legen.

Zum Konstuieren die richtige Software

Bei Mühlhäuser setzt man in der Konstruktion auf das Produkt Pro/ENGINEER Wildfire, geliefert von INNEOSolutions. Die Kombination von Funktionen zur Steigerung der individuellen Arbeitsleistung und zur Optimierung der Zusammenarbeit in der Entwicklung setzt das Software-Tool neue Maßstäbe in punkto Produktivität – was den Anwender mehr Sicherheit für Ihre zukünftigen Anforderungen gewährleistet. Mit der neuen Version, die sich vollständig in das gesamte Produktentwicklungssystem von PTC integriert, lassen sich Arbeiten schneller und einfacher erledigen.

Für eine höhere Entwicklungsproduk-tivität sorgen unter anderem flexiblere Arbeitsabläufe und eine vereinfachte Benutzeroberfläche.

Der Qualitätsanspruch an das neue Produkt ist einzigartig in der bisherigen Produkthistorie. Unternehmen sind bei der Entwicklung innovativer Produkte mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen kürzere Entwicklungszeiten und schnellere Markteinführung bei hohen Qualitätsanforderungen an die Produkte. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist Pro/ENGINEER Wildfire 3.0 darauf abgestimmt, die Arbeitsproduktivität über den gesamten Produktlebenszyklus zu steigern.

Dazu bietet das Tool eine Reihe von Verbesserungen

Intelligenter Prozess-Assistent - Ein benutzerspezifisch anpassbarer Prozess-Assistent ermöglicht es bewährte Vorgehensweisen zu erfassen und Prozessabläufe als Hilfe zur Verfügung zu stellen.

Intelligente Modelle - Die Einbettung fertigungsbezogener Informationen in Modelle erleichtert die Konstruktion im Hinblick auf die Fertigungseignung.

Intelligente gemeinsame Nutzung - Die Einführung mobiler Workspaces, in denen geänderte, neue und unveränderte Daten nachverfolgbar sind, erleichtert den Offline-Zugriff auf CAD-Daten.

Intelligente Interoperabilität mit Windchill und Pro/INTRALINK® - Automatische Berichtfunktionen für mehrere Elemente, sowie das Auschecken von Elementen während der Bearbeitung, nur wenn Änderungen vorgenommen werden, sorgen für einen effizienten Informationsprozess

Zufriedene Mienen beim Anwender

Bei Mühlhäuser ist man rundum zufrieden mit dem Einsatz der 3D-Software. Paul Zeder:“ Ohne das 3D-System und die Zusatztools, die wir im Einsatz haben, wären so optimierte Sonderlösungen, wie wir sie auf den Baustellen der Welt brauchen nicht möglich gewesen. Dabei nutzen wir die Baugruppenfunktionalität von Pro/ENG Wildfire voll aus.

Unser Firmenerfolg hängt zu einem guten Teil mit dem Pro/ENG Wildfire-Einsatz zusammen. Mit diesem Werkzeug haben wir keine Hemmungen, Neues und Ungewöhnliches auszuprobieren, da wir wissen, dass wir von diesem System optimal unterstützt werden und alle Systemlösungen im Vorfeld verifizieren können. Man muss dabei möglichst auf die Denkweise von Pro/ENG Wildfire eingehen, dann aber ist das Arbeiten damit sehr einfach. Vor drei Jahren haben wir uns für dieses Werkzeug entschieden – heute würde die Entscheidung nicht anders lauten“

INNEOSolutions, Kostenlose Infoline: 0800 7263742

Mühlhäuser, Tel. +49(0)6061 70090

Dipl.-Ing. Ullrich Höltkemeier, Chefredaktion konstruktionspraxis, das Fachmagazin für den Konstrukteur.

 

Gotthardbahn und Gotthardtunnel

 

10 Vorteile von Pro/ENGINEER Wildfire

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