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Servoverstärker

Zusätzliche Schnittstellen erweitern Anwendungsfeld

| Redakteur: Lilli Bähr

Sieb & Meyer hat seinen Servoverstärker SD3 um Optionsmodule für eine Profinet- und eine Ether-CAT-Master-Schnittstelle erweitert. Die zusätzlichen Schnittstellen sollen neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnen, z.B. im Werkzeugmaschinenbau oder der Automobilfertigung.

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Sieb & Meyer hat den Servoverstärker SD3 um eine Profinet- und eine Ether-CAT-Master-Schnittstelle erweitert.
Sieb & Meyer hat den Servoverstärker SD3 um eine Profinet- und eine Ether-CAT-Master-Schnittstelle erweitert.
(Bild: Sieb & Meyer)

Mit dem Servoverstärker SD3 bietet Sieb & Meyer eine Lösung für komplexe Antriebsaufgaben, z.B. hochdynamische Positionieranwendungen oder für das servomotorische Schrauben und Pressen. „In einigen Applikationen existieren jedoch strenge Vorgaben hinsichtlich des Feldbus-Systems“, erläutert Torsten Blankenburg, Vorstand Technik der Sieb & Meyer AG. „Dazu gehören unter anderem der Werkzeugmaschinenbau oder die Automobilfertigung. Durch die neue Profinet-Schnittstelle lässt sich der SD3 nun auch in diesen Bereichen einsetzen.“ Die Ether-CAT-Master-Schnittstelle soll es hingegen ermöglichen, über die Plattform des SD3 jetzt auch externe Sensoren, Aktoren oder digitale Ein- und Ausgänge zu steuern – zusätzlich zu den regulären Steuerungs-, Antriebs- und Visualisierungsaufgaben. Somit lassen sich laut Unternehmen komplexe dezentrale Antriebslösungen realisieren, die ansonsten nur mit einer zusätzlichen SPS umsetzbar wären. Dies soll Kosten auf der Hardwareseite sparen und die Applikationsprogrammierung auf nur einem System ermöglichen.

Getrennte Aufgabenteilung für schnelleres „Time to Market“

„Servoverstärker werden oftmals zur Realisierung von Bearbeitungsprozessen eingesetzt, bei denen ein Großteil des Know-hows im Bewegungsprofil und der Auswertung von Prozessgrößen liegt“, erläutert Blankenburg. „Mit dem Servoverstärker SD3 stellen wir unseren Kunden eine individuelle Lösung inklusive eines geschützten Applikationsbereichs zur Verfügung.“ Durch die mitgelieferten Funktionsblöcke kann sich der Kunde dem Hersteller zufolge auf seine Kernkompetenz fokussieren, während die prozessrelevante Applikationsprogrammierung eine Differenzierung vom Wettbewerb erlaubt. Die getrennte Aufgabenteilung im Entwicklungsprozess soll zusätzlich ein schnelleres „Time to Market“ ermöglichen. Der SD3 verfügt über ein offenes Betriebssystem, sodass weitere kundenseitige Funktionen und Programme zeitgleich ausgeführt werden können – User-Interface, Statistik, Kameraintegration, Kommunikation und Datenspeicherung. Über ein USB-angesteuertes Operator-Panel lässt sich eine Visualisierung des Prozesses und ein leicht verständliches User-Interface erzeugen. Außerdem soll der Servoverstärker, durch die Integration eines OPC-UA-Servers, eine zukunftsorientierte Plattform bieten, um Anwendungen im Bereich Industrie 4.0 bzw. Industrial Internet of Things (IIoT) bereits heute zu unterstützen.

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