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Additive Fertigung Zukunftsvision 3D-Druck

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Mittels additiver Fertigungsmethoden sollen künftig Komponenten schnell und flexibel in beliebiger Geometrie an jedem Ort hergestellt werden können.

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Mit den etablierten 3D-Druckverfahren lassen sich Teile aus unterschiedlichsten Materialien wie Metallen, Polymeren oder Keramik herstellen.
Mit den etablierten 3D-Druckverfahren lassen sich Teile aus unterschiedlichsten Materialien wie Metallen, Polymeren oder Keramik herstellen.
(Bild: D.Quitter/konstruktionspraxis)

Ulli Klenk, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA und im Hauptberuf General Manager Competence Center Additive Manufacturing in der Digital Factory Division der Siemens AG in Erlangen ist überzeugt: „Additive Manufacturing (AM) bietet Unternehmen völlig neue Möglichkeiten und Chancen in Bezug auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität. Die gesamte Wertschöpfungskette im Unternehmen profitiert von diesen Vorteilen: Das umfasst neben der Entwicklung und Fertigung vor allem die Ersatzteilversorgung und den Service.“

Unternehmen können im 3D-Druck nicht nur Prototypen, sondern individualisierte Produkte und Ersatzteile schnell herstellen. Das ist auch wirtschaftlich eine äußerst interessante Perspektive: Ersatzteile oder Komponenten werden erst bei Bedarf und möglichst nah am Ort der Nutzung produziert. Lager- und Versandkosten entfallen ebenso wie Lieferzeiten. Der notwendige administrative Aufwand wird auf ein Minimum reduziert. Dennoch ist Additive Manufacturing trotz der großen medialen Wahrnehmung ein Nischenthema, so Klenk.

Weiterentwicklung von Werkstoffen und Datenformaten nötig

Eine zentrale Herausforderung für die Realisierung sind die Materialien. Grundsätzlich lassen sich mit den heute etablierten 3D-Druckverfahren Teile aus unterschiedlichsten Materialien wie Metallen, Polymeren oder Keramik herstellen. Erste additiv gefertigte Bauteile werden inzwischen beispielsweise in Bussen oder Flugzeugturbinen eingesetzt.

Voraussetzung für den Druck von Ersatzteilen ist, dass die 3D-Druckdaten in einem für 3D-Druckmaschinen lesbaren Format vorliegen. Das heute dafür meist eingesetzte STL-Datenformat biete allerdings keinen konkreten Kopierschutz. Teile können theoretisch beliebig oft hergestellt werden, ohne dass der Urheber der Datei davon erfährt. Künftige Verfahren machen es erforderlich, dass der Urheber der Daten auch die Kontrolle darüber behält, an welchen Maschinen, bei welchem Hersteller zu welcher Zeit welches Teil wie oft und mit welchem Material hergestellt wurde.

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