Fahrerassistenzsystem ZF stellt Weichen für das effiziente und autonome Fahren

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit zeigt ZF die Potentiale der Integration: Systeme, welche die Effizienz und Sicherheit im Fahrzeug erhöhen und perspektivisch das autonome Fahren ermöglichen.

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Unter dem Motto „Shaping the next decade of automated driving“ demonstriert ZF auf der NAIAS seine Marktposition auf dem Weg zum autonomen Fahren.
Unter dem Motto „Shaping the next decade of automated driving“ demonstriert ZF auf der NAIAS seine Marktposition auf dem Weg zum autonomen Fahren.
(Bild: ZF)

Unter dem Motto „Shaping the next decade of automated driving“ demonstriert der drittgrößte Automobilzulieferer der Welt seine einzigartige Marktposition auf dem Weg zum autonomen Fahren. ZF liefert Sensorsysteme, intelligente Steuerungen und mechatronische Aktuatoren. Diese Kompetenzen wird der Konzern weiter verstärken und Technik für automatisierte Fahrfunktionen für alle Fahrzeugsegmente anbieten. Daneben treibt ZF auch die Elektrifizierung weiter voran: beginnend bei elektromechanischen Stellern, einzelnen Hybridmodulen über Plug-in Hybridsysteme bis hin zu rein elektrischen Antrieben inklusive Steuergeräten und Leistungselektronik.

Anforderungen an Fahrerassistenzsysteme wächst

„Mit intelligenter Mechanik treiben wir die Entwicklung in Richtung autonomes Fahren aktiv voran“, sagt Dr. Stefan Sommer, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG. „Größtmögliche Sicherheit in jeder Fahrsituation wird dabei noch wichtiger werden und eine neue Qualität bekommen. Denn erst wenn Autofahrer sich vollständig sicher fühlen, werden sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug abgeben.“ Die Anforderungen an Fahrerassistenzsysteme, und damit verbunden an die Leistungsfähigkeit der Umfelderkennung, Steuerung und Aktuatoren, werde in den kommenden Jahren daher immens wachsen.

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Sicherheit: Jede Millisekunde zählt

Sicherheitssysteme sind auch für den Schutz von kreuzenden Fußgängern und anderen gefährdeten Verkehrsteilnehmern im Stadtverkehr unerlässlich. Aus diesem Grund haben sowohl die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) in den USA, als auch wichtige Crashtest-Programme wie das US-amerikanische Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) und das Europäische Neuwagen-Bewertungs-Programm Euro NCAP (European New Car Assessment Programme) unter anderem die Anforderungen an automatische Notbremssysteme im Pkw erhöht: Kürzere Bremswege und damit schnellere Reaktionszeiten werden gefordert. Diese Anforderungen werden in den kommenden Jahren weiter verschärft werden.

Mit aktiven Sicherheitssystemen wie beispielsweise der automatischen Notfallbremse AEB (Automatic Emergency Braking) bietet ZF Lösungen, die diese Sicherheitsansprüche erfüllen werden. Grundlagen dafür sind eine fortschrittliche Umgebungserkennung, robuste und redundante mechatronische Aktuatoren sowie komplexe elektronischen Steuergeräte. Radar- und Kamerasysteme liefern wichtige Informationen zur Fahrzeugumgebung, während das zentrale elektronische Steuergerät SDE (Safety Domain ECU) die Sensordaten zusammenführt und als Integrationsplattform für Fahrerassistenzsysteme Lenkung, Bremsen, Antriebs- und Fahrwerksysteme steuert. ZF entwickelt diese Funktionen schrittweise zu teil- und schlussendlich vollautomatisierten Fahrfunktionen weiter.

Effizienz: Konsequente Elektrifizierung

Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs ist für ZF ein wesentlicher Hebel, um die Effizienz weiter zu erhöhen und Emissionen deutlich zu reduzieren. Schon heute liefert der Technologiekonzern sämtliche Komponenten des elektrifizierten Antriebsstrangs inklusive Steuergeräten und Leistungselektronik. Auf der NAIAS stehen das bereits in Serie verfügbare 8-Gang-Plug-in-Hybridgetriebe sowie ein neues, hoch modulares Achssystem mit integriertem elektrischen Achsantrieb im Fokus.

ZF in Nordamerika

Auf dem nordamerikanischen Markt ist ZF seit nahezu 40 Jahren aktiv. Aktuell ist der Technologiekonzern mit 50 Standorten – davon 34 in den USA, zwölf in Mexiko und vier in Kanada – in dieser Region vertreten und produziert für die Automobilindustrie sowie für andere Branchen. Die Zahl der Beschäftigten in der Region Nordamerika lag Ende 2015 bei rund 30.800 Mitarbeitern; davon beschäftigte ZF etwa 12.600 Mitarbeiter in den USA. 2014 hat das Unternehmen mit 3,7 Milliarden Euro nahezu ein Fünftel des Umsatzes 18,4 Milliarden Euro in Nordamerika erwirtschaftet (Konzernumsatz der ZF Friedrichshafen AG 2014 ohne die Division ZF TRW). Nach der Übernahme von TRW Automotive wird der Umsatzanteil von Nordamerika im Jahr 2015 deutlich größer sein. (jup)

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