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Automobilzulieferer

ZF steigert Umsatz um sechs Prozent

| Redakteur: Katharina Juschkat

Für das vergangene Geschäftsjahr verzeichnet ZF einen gestiegenen Umsatz um etwa 6 %. Aufgrund der weiterhin unsicheren Marktlage plant das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr vorsichtig.

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Das Hauptquartier des Konzerns in Friedrichshafen. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Mitarbeiter weltweit um knapp 2.800.
Das Hauptquartier des Konzerns in Friedrichshafen. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Mitarbeiter weltweit um knapp 2.800.
(Bild: ZF Friedrichshafen AG)

Die ZF Friedrichshafen AG hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2018 um rund sechs Prozent auf 36,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 36,4 Mrd. Euro) gesteigert – damit übertraf das Unternehmen seinen prognostizierten Umsatz um 0,4 Milliarden Euro. Hohe Umsatzzuwächse verzeichneten vor allem die Divisionen Nutzfahrzeugtechnik und Industrietechnik.

Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte ZF weltweit 148.969 Mitarbeiter, im Vergleich zum Vorjahr etwa 2.800 Mitarbeiter mehr. Zusätzliche Stellen entstanden besonders in den Bereichen automatisiertes Fahren und Elektromobilität in den Regionen Nordamerika und Asien-Pazifik.

Schwierige Marktlage sorgt für vorsichtige Planung

Die Kennzahlen des vergangenen Geschäftsjahres.
Die Kennzahlen des vergangenen Geschäftsjahres.
(Bild: ZF Friedrichshafen AG)

Die anhaltenden Unsicherheiten in der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung vieler Länder sowie neue regulatorische Vorgaben in der Emissionsgesetzgebung schaffen ein nach wie vor angespanntes Umfeld weltweit. In Anbetracht der erwarteten Marktentwicklungen und unter Annahme konstanter Wechselkurse erwartet ZF für 2019 einen Konzernumsatz in der Größenordnung zwischen 37 und 38 Milliarden Euro.

Um auf die Marktanforderungen schneller reagieren zu können, hat ZF ein sogenanntes „Dual Operating System“ eingeführt, das unterschiedliche Geschwindigkeiten und Organisationsmodelle erlaubt. Das Unternehmen hat die frühere Division Aktive & Passive Sicherheitstechnik in die drei Divisionen Passive Sicherheitstechnik, Aktive Sicherheitstechnik sowie Elektronik und Fahrerassistenzsysteme (ADAS) aufgeteilt. „Mit diesen neuen Strukturen und Prozessen haben wir Hierarchien und Komplexität vereinfacht, können noch schneller reagieren und unsere Kunden noch besser bedienen“, sagte Scheider.

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Akquisition von Wabco geplant

ZF plant zudem die Akquisition von Wabco, Zulieferer von Bremsregelsystemen für einen Gesamtwert von etwa sieben Milliarden Dollar. Der Abschluss der Übernahme erwartet ZF Anfang nächsten Jahres und soll das Unternehmen langfristig unabhängiger von den Zyklen des Pkw-Markts machen. Wabco beschäftigt rund 16.000 Mitarbeiter weltweit und hat im Vorjahr einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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