Konzept Wirtschaftlicher Betrieb auch bei reduzierter Einspeisevergütung

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Die Seebawind Service stellt bei der Fachmesse Wind-Energy Hamburg im September ein neues Servicepaket für den Weiterbetrieb von Windkraftanlagen vor. Unter dem Motto „Service zu Ende gedacht“ präsentiert der Dienstleister Lösungen, wie WEAs durch intelligentes Monitoring auch mit reduzierten Einspeisetarifen wirtschaftlich betrieben werden können.

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Die Techniker von seebaWIND Service sind spezialisiert auf die Optimierung und zustandsgerechte Wartung von Windkraftanlagen.
Die Techniker von seebaWIND Service sind spezialisiert auf die Optimierung und zustandsgerechte Wartung von Windkraftanlagen.
(Bild: Seebawind)

„Weil die im August in Kraft tretende Revision des Erneuerbare-Energien-Gesetzes den Bau neuer Windkraftanlagen und das Repowering limitiert, wird es immer wichtiger, Bestandsanlagen zu optimieren und möglichst lange am Laufen zu halten – auch über 20 Jahre hinaus“, erklärt Holger Hämel, Geschäftsführer von Seebawind Service.

Intelligente Datenanalyse

Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Servicepakets, welches auf der Wind-Energy Hamburg im September vorgestellt wird, ist die langfristige Datenerfassung und -auswertung: Mit den gewonnenen Erkenntnissen können Betreiber und Gutachter gegen Ende der Betriebszeit beurteilen, welche Komponenten ihre zulässige Belastung bereits erreicht haben und bei welchen noch ein Restpuffer für weitere Betriebsjahre vorhanden ist.

Die Anlagendaten sowie Betriebs- und Wetterdaten kann Seebawind Service mit Hilfe des intelligenten Datenmanagementsystems Wintell erfassen. Das System, welches von Seebawinds Kooperationspartner Maintenance Partners, entwickelt wurde, verknüpft sämtliche Werte in einer Überkreuz-Analyse. Wintell berechnet die Lebensdauer einzelner Komponenten und soll Störungen, Ausfälle, aber auch Ertragsentwicklungen frühzeitig voraussagen können. Dadurch können notwendige Ersatzteile frühzeitig geordert oder auch Wartungs- und Reparaturarbeiten in windschwachen Monaten durchgeführt und so die Ertragsverfügbarkeit gesteigert werden.

Integration von Speicherkonzepten

„Mit Wintell gelingt es uns, die technische Verfügbarkeit zu erhöhen, die Performance der Anlage zu optimieren und somit den Ertrag deutlich zu steigern“, verspricht Holger Hämel. Neben der Ertragsprognose steigt aber auch die Bedeutung der Speichermöglichkeiten. Denn weil die Direktvermarktung zunehmend verpflichtend wird, profitiert künftig vor allem der, der seinen Strom bedarfsgerecht einspeisen kann. Damit Anlagen bei geringer Nachfrage und der resultierenden Netzüberlastung nicht herunterfahren müssen, will Seebawind Service neben dem Einsatz von Wintell künftig auch die Integration von Speicherkonzepten für Windstrom bei seinen Servicepaketen berücksichtigen.

Wind-Energy Hamburg, Halle B6, Stand 483(br)

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